Intrauterine PRP-Infusion bei wiederholtem Einnistungsversagen: Mehr Hoffnung für Deinen Kinderwunsch
Für zahlreiche Paare stellt das wiederholte Einnistungsversagen (RIF) eine große Herausforderung dar. Neue Therapieansätze wie PRP eröffnen faszinierende Chancen.
Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff wiederholtes Einnistungsversagen (RIF)?
Stell Dir vor, Embryonen werden in Deine Gebärmutter eingesetzt, schaffen es aber trotz mehrerer Versuche nicht, dort dauerhaft zu bleiben. Medizinisch spricht man von wiederholtem Einnistungsversagen, kurz RIF. Es gilt meist dann als RIF, wenn mindestens drei Embryotransfers ohne Erfolg geblieben sind. Dabei liegt die Schwierigkeit darin, dass die Beziehung zwischen Embryo und Gebärmutterschleimhaut gestört ist – das heißt, der Embryo kann sich nicht richtig einnisten.
Dieses Phänomen betrifft rund 5 bis 10 % aller Paare, die eine IVF-Behandlung durchführen, und bringt oft tiefe Enttäuschung mit sich. Deshalb ist es essenziell, über neue medizinische Möglichkeiten informiert zu sein, die das Einnistungsvermögen verbessern und damit wieder Perspektiven eröffnen können.
Plättchenreiches Plasma (PRP): Ein körpereigenes Geschenk
Aber was genau ist eigentlich plättchenreiches Plasma? PRP stammt aus Deinem eigenen Blut und zeichnet sich durch eine besonders hohe Konzentration an Blutplättchen aus. Diese kleinen Helfer produzieren eine Vielzahl von Wachstumsfaktoren und Botenstoffen, die Heilungs- und Regenerationsprozesse im Körper aktiv unterstützen. Aus diesem Grund findet PRP vielfältigen Einsatz in der Medizin – von der Orthopädie bis hin zur Reproduktionsmedizin.
In der Reproduktionsmedizin nutzt man diese nährstoffreiche Substanz, um die Gebärmutterschleimhaut optimal auf die Ankunft des Embryos vorzubereiten. So kann PRP dazu beitragen, das empfindliche Zusammenspiel zwischen Gebärmutter und Embryo zu verbessern.
So funktioniert die PRP-Anwendung in 3 Schritten
Blutentnahme
Eine kleine Menge Deines Blutes wird entnommen, genau wie bei einer normalen Blutuntersuchung.
Aufbereitung
Das Blut wird zentrifugiert, um das plättchenreiche Plasma (PRP) von den anderen Bestandteilen zu trennen.
Infusion
Das gewonnene PRP wird schmerzfrei mit einem dünnen Katheter direkt in die Gebärmutter infundiert.
Die ESHRE-Studie 2025 bringt Klarheit: Beeindruckende Erfolge
Was die neue Metaanalyse zeigt
Eine umfassende Metaanalyse (ESHRE 2025, O-152), die 31 kontrollierte Studien mit 3.813 Patientinnen mit RIF umfasste, liefert die bisher stärkste Evidenz für die Wirksamkeit von PRP. Besonders die Ergebnisse der randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) sind überzeugend.
Die intrauterine Infusion von PRP erhöht die Chance auf eine Schwangerschaft und eine Lebendgeburt signifikant, während das Risiko einer Fehlgeburt drastisch sinkt. Das sind Zahlen, die Mut machen und eine greifbare Perspektive auf das ersehnte Familienglück schenken.
Was bedeutet das für Deine Behandlung?
PRP als valider Baustein bei RIF
PRP ist kein Allheilmittel, aber die neue Datenlage bestätigt es als eine wertvolle, ergänzende Behandlungsoption bei wiederholtem Einnistungsversagen. Besonders geeignet ist die Methode, wenn die Embryoqualität gut ist, aber die Einnistung wiederholt ausbleibt und andere Ursachen ausgeschlossen wurden.
In unserer Klinik setzen wir PRP bereits seit längerem erfolgreich in ausgewählten Fällen ein. Die neue Studie bestärkt uns in diesem Ansatz. Eine individuelle Aufklärung und sorgfältige Indikationsstellung sind dabei für uns essenziell, um den bestmöglichen Weg für Dich zu finden.
Dein nächster Schritt zu neuem Glück
Wenn Du Dich nach mehreren Enttäuschungen eine neue, wissenschaftlich fundierte Chance wünschst, könnte die PRP-Therapie der richtige Weg sein. Lass uns gemeinsam Deine Geschichte schreiben – voller Zuversicht und Mut.




