Kinderwunschklinik Dr. Pavlik

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Behandlung

Eizellspende

Ist eine Eizellspende in Österreich möglich?

Die Eizellspende ist in Österreich unter gesetzlichen Voraussetzungen erlaubt. Wir führen sie als gerichtete Spende durch: Eine Frau aus Ihrem persönlichen Umfeld spendet ihre Eizellen für Sie. Wir prüfen die Voraussetzungen, klären beide Seiten auf und führen die gesamte Behandlung bei uns durch, ohne Reise ins Ausland. Ein eigenes Spenderinnen-Programm bieten wir derzeit nicht an: Sie bringen Ihre Spenderin selbst mit.

Laborschale mit Nährmedium, darin ein rötlicher Tropfen, den eine feine Kanüle erreicht
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Wann kommt eine Eizellspende infrage?

Eine Eizellspende kommt infrage, wenn eine Schwangerschaft mit eigenen Eizellen nach ärztlicher Beurteilung nicht mehr zu erwarten ist.

Für manche Frauen sind gespendete Eizellen der einzige verbleibende Behandlungsweg. Vier Situationen sprechen dafür:

  1. 01Vorzeitiges Versagen der Eierstöcke: Die Eierstöcke stellen ihre Funktion schon vor dem 40. Lebensjahr ein.
  2. 02Stark verminderte Eizellreserve: Trotz hormoneller Stimulation reifen kaum noch Eizellen heran.
  3. 03Wiederholt erfolglose IVF-Versuche: Mehrere Behandlungen mit eigenen Eizellen blieben ohne Befruchtung oder ohne Einnistung.
  4. 04Genetische Erkrankungen: Das Paar möchte eine schwere Erbkrankheit nicht an das Kind weitergeben. Hier steht eine humangenetische Beratung am Anfang: Je nach Befund kommen auch andere Wege infrage, etwa eine Präimplantationsdiagnostik in den gesetzlich geregelten Fällen.
Voraussetzung

Nach § 3 FMedG darf die empfangende Frau zu Behandlungsbeginn das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Zudem muss die Behandlung medizinisch begründet sein: Nach ärztlicher Beurteilung ist eine Schwangerschaft mit eigenen Eizellen nicht zu erwarten.

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Wer kann Eizellen spenden?

Eizellen spenden kann eine gesunde Frau, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

In unserem Modell der gerichteten Spende ist das eine Frau, die Ihnen persönlich nahesteht: typisch eine Schwester, eine Cousine oder eine enge Freundin. Drei Voraussetzungen muss Ihre Spenderin erfüllen:

  1. 01Alter: Die Spenderin darf das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (§ 3 FMedG).
  2. 02Gesundheit: Vor der Behandlung untersuchen wir die Spenderin gründlich auf ihre gesundheitliche Eignung.
  3. 03Freiwilligkeit: Die Spenderin entscheidet selbst über ihre Spende und bestätigt ihre Zustimmung schriftlich.
Gut zu wissen

Wir sprechen mit Ihrer Spenderin in einem eigenen Termin. Dort klären wir sie unabhängig von Ihnen über den Ablauf und mögliche Belastungen auf. Die Spende wird dokumentiert: Das so gezeugte Kind hat nach dem FMedG später das Recht zu erfahren, wer die Spenderin ist.

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Wie läuft die gerichtete Eizellspende ab?

Die gerichtete Eizellspende läuft in fünf Schritten ab, vom Erstgespräch bis zum Embryotransfer.

An der Behandlung sind zwei Frauen beteiligt. Ihre Spenderin durchläuft Stimulation und Eizellentnahme, Sie selbst empfangen den Embryo. Beide Behandlungsteile stimmen wir zeitlich aufeinander ab.

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Erstgespräch mit Ihnen als Paar

Wir sehen uns Ihre Befunde an, besprechen den Ablauf und prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Wer Sie dabei begleitet, stellt sich auf der Seite unser Team vor.

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Gespräch und Untersuchung Ihrer Spenderin

Ihre Spenderin kommt zu einem eigenen Termin. Wir klären sie über die Behandlung auf und untersuchen sie auf ihre gesundheitliche Eignung. Auch die rechtliche Aufklärung und die psychosoziale Beratung beider Seiten gehören zu diesem Schritt.

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Hormonelle Stimulation und Eizellentnahme

Ihre Spenderin spritzt sich über etwa zwei Wochen hormonelle Medikamente, damit mehrere Eizellen heranreifen. Die reifen Eizellen entnehmen wir in einem kurzen Eingriff. Der Ablauf entspricht der Hormonbehandlung und der Eizellentnahme bei einer IVF.

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Befruchtung im Labor

Die gespendeten Eizellen befruchten wir mit den Spermien Ihres Partners, per IVF oder ICSI. Die Embryonen entwickeln sich anschließend mehrere Tage im Brutschrank.

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Embryotransfer bei Ihnen

Wir bereiten Ihre Gebärmutterschleimhaut hormonell vor und übertragen den Embryo in Ihre Gebärmutter. Rund zwei Wochen später zeigt ein Bluttest, ob sich der Embryo eingenistet hat. Weitere Embryonen lassen sich durch Kryokonservierung für einen späteren Transfer einfrieren.

Gebärmutter im Querschnitt mit aufgebauter Schleimhaut
Vor dem Transfer bereiten wir Ihre Gebärmutterschleimhaut hormonell vor.

Sie überlegen, ob die gerichtete Eizellspende für Sie infrage kommt? Im Erstgespräch besprechen wir Ihre Befunde und alle offenen Fragen.

Erstgespräch vereinbaren
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Was wir anbieten und was nicht

Die Kinderwunschklinik Dr. Pavlik führt die Eizellspende ausschließlich als gerichtete Spende durch.

Zwei Personensymbole mit einem Pfeil von der Spenderin zur Empfängerin
Bei der gerichteten Spende steht die Spenderin von vornherein fest.

Gerichtet heißt: Sie bringen Ihre Spenderin selbst mit. Das ist unser Angebotsmodell, keine Vorgabe des Gesetzes: Das FMedG verlangt nicht, dass Spenderin und Empfängerin einander kennen. Einen Pool anonymer Spenderinnen führen wir nicht, und eine Spenderin dürfen wir Ihnen nach österreichischem Recht auch nicht vermitteln. Sobald Ihre Spenderin feststeht, übernehmen wir alles Weitere. Was das österreichische Recht vorsieht und wie Vergütungsfragen geregelt sind, lesen Sie auf unserer Überblicksseite zur Rechtslage.

Wichtig

Eine Eizellspende darf in Österreich nicht gegen Entgelt erfolgen: Weder Geld noch eine andere Gegenleistung sind zulässig. Ersetzt werden dürfen ausschließlich nachgewiesene Barauslagen, die im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlung entstanden sind. Auch die Vermittlung von Spenderinnen und die Werbung dafür sind gesetzlich untersagt. Eine Spenderin dürfen wir für Sie deshalb nicht suchen. Bei allem Übrigen sind wir an Ihrer Seite: von der Beratung über die Untersuchung Ihrer Spenderin bis zur Behandlung selbst.

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Chancen und Risiken

Die Chancen einer Eizellspende hängen vor allem vom Alter der Spenderin und von der Qualität der gespendeten Eizellen ab.

Weil die Eizellen von einer jungen Frau stammen, sind die Aussichten häufig besser als zuletzt mit eigenen Eizellen. Eine Garantie gibt es nicht: Auch mit gespendeten Eizellen führt nicht jeder Transfer zu einer Schwangerschaft. Warum die Zahl der gewonnenen Eizellen von Behandlung zu Behandlung schwankt, erklärt der Ratgeber Warum die Zahl der Eizellen schwankt.

Wichtig

Erfolgszahlen geben wir nur an, wenn klar ist, worauf sie sich beziehen: Endpunkt, Bezugsgröße, Zeitraum und Altersgruppe. Eine pauschale Prozentzahl für die Eizellspende nennen wir deshalb nicht. Ihre persönlichen Aussichten ordnen wir anhand der Befunde Ihrer Spenderin und Ihrer Vorgeschichte im Gespräch ein.

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Belastung für die Spenderin

Stimulation und Eizellentnahme betreffen allein Ihre Spenderin. Selten reagieren die Eierstöcke zu stark auf die hormonellen Medikamente. Wir kontrollieren die Stimulation deshalb engmaschig mit Ultraschall und Blutwerten.

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Emotionale Fragen

Eine Spende innerhalb der Familie oder des Freundeskreises verändert Beziehungen. Eine psychosoziale Beratung für Sie und Ihre Spenderin ist deshalb fester Bestandteil der Behandlung, bevor sie beginnt.

Ernste Komplikationen sind selten. Wir besprechen jeden Schritt vorab mit Ihnen und Ihrer Spenderin.

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Weitere Fragen

Was Paare uns zur gerichteten Eizellspende am häufigsten fragen.

Wo kann man in Österreich eine Behandlung mit gespendeten Eizellen machen?

In Österreich ist die Eizellspende seit der Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes 2015 unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Die empfangende Frau darf zu Behandlungsbeginn das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und selbst nicht auf natürlichem Weg mit eigenen Eizellen schwanger werden können (fehlende Fortpflanzungsfähigkeit). Die Spenderin muss zwischen dem vollendeten 18. und dem vollendeten 30. Lebensjahr alt sein. Die Behandlung erfolgt in einer zugelassenen Krankenanstalt. In der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels führen wir die Eizellspende als gerichtete Spende durch. Sie bringen eine Spenderin aus Ihrem persönlichen Umfeld mit, etwa eine Schwester oder Freundin. Wir übernehmen die Prüfung der Voraussetzungen, die rechtliche Aufklärung und die gesamte medizinische Behandlung bis zum Transfer. Ein eigenes Spenderinnen-Programm bieten wir derzeit nicht an.

Welche Form der Eizellspende ist in Österreich zulässig?

Zulässig ist die Eizellspende, wenn die eigenen Eizellen der Empfängerin nicht fortpflanzungsfähig sind, die Empfängerin zum Zeitpunkt der Behandlung das 45. Lebensjahr nicht überschritten hat und die Spenderin zwischen dem vollendeten 18. und dem vollendeten 30. Lebensjahr alt ist. Das Gesetz verlangt nicht, dass Spenderin und Empfängerin einander kennen. Wir führen die Eizellspende ausschließlich als gerichtete Spende durch: Sie bringen Ihre Spenderin selbst mit. Einen Pool anonymer Spenderinnen führen wir nicht, und die Vermittlung einer Spenderin ist uns gesetzlich nicht erlaubt. Steht Ihre Spenderin fest, begleiten wir Sie durch alle weiteren Schritte.

Bekommt man für eine Eizellspende Geld?

Nein. Eine Eizellspende darf in Österreich nicht gegen Entgelt erfolgen; weder Geld noch eine andere Gegenleistung sind zulässig. Ersetzt werden können nachgewiesene Barauslagen, die im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlung entstanden sind. Mehr dazu auf unserer Seite zur Rechtslage in Österreich.

Muss die Spenderin mit mir verwandt sein?

Nein. Häufig spendet eine Schwester oder eine Cousine, ebenso möglich ist eine enge Freundin. Das Gesetz verlangt keine Verwandtschaft. In unserem Modell der gerichteten Spende bringen Sie eine Spenderin aus Ihrem persönlichen Umfeld mit; sie muss die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen und frei über ihre Spende entscheiden.

Wie lange dauert die gesamte Behandlung?

Vom ersten Beratungsgespräch bis zum Embryotransfer vergehen meist drei bis sechs Monate. Die Dauer hängt vom Zyklus Ihrer Spenderin und vom Behandlungsverlauf ab.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Der Embryotransfer ist für die Empfängerin in der Regel schmerzlos. Ihre Spenderin kann nach der Eizellentnahme ein leichtes Unwohlsein verspüren. Es klingt meist rasch ab.

Was kostet eine Behandlung mit gespendeten Eizellen?

Die Kosten einer Behandlung mit gespendeten Eizellen tragen Sie grundsätzlich selbst. Eine Übersicht unserer Tarife finden Sie auf der Kostenseite.

Ob eine Kostenunterstützung durch den IVF-Fonds möglich ist, hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen und der individuellen medizinischen Indikation ab. Das prüfen wir gerne vor Behandlungsbeginn gemeinsam mit Ihnen.

Dr. med. Roman Pavlik, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Dr. med. Roman Pavlik Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels (Oberösterreich) · zuletzt geprüft am 24.08.2026
Ihr nächster Schritt

Sie möchten wissen, ob die gerichtete Eizellspende für Sie infrage kommt?

Im Erstgespräch in unserer Kinderwunschklinik in Thalheim bei Wels sehen wir uns Ihre Befunde gemeinsam an. Danach wissen Sie, welche Voraussetzungen gelten und wie die Behandlung mit Ihrer Spenderin ablaufen kann.

Vorab können Sie unsere Kinderwunsch-Rechner nutzen.

Sie sind unsicher, ob ein Erstgespräch schon der richtige Schritt ist? Dann buchen Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: ein Anruf, ohne Verpflichtung. Lieber gleich sprechen? Rufen Sie uns an: +43 7242 22 44 66.

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