
Ist eine Eizellspende in Österreich möglich?
Die Eizellspende ist in Österreich unter gesetzlichen Voraussetzungen erlaubt. Wir führen sie als gerichtete Spende durch: Eine Frau aus Ihrem persönlichen Umfeld spendet ihre Eizellen für Sie. Wir prüfen die Voraussetzungen, klären beide Seiten auf und führen die gesamte Behandlung bei uns durch, ohne Reise ins Ausland. Ein eigenes Spenderinnen-Programm bieten wir derzeit nicht an: Sie bringen Ihre Spenderin selbst mit.
Eine Eizellspende kommt infrage, wenn eine Schwangerschaft mit eigenen Eizellen nach ärztlicher Beurteilung nicht mehr zu erwarten ist.
Für manche Frauen sind gespendete Eizellen der einzige verbleibende Behandlungsweg. Vier Situationen sprechen dafür:
Nach § 3 FMedG darf die empfangende Frau zu Behandlungsbeginn das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Zudem muss die Behandlung medizinisch begründet sein: Nach ärztlicher Beurteilung ist eine Schwangerschaft mit eigenen Eizellen nicht zu erwarten.
Eizellen spenden kann eine gesunde Frau, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
In unserem Modell der gerichteten Spende ist das eine Frau, die Ihnen persönlich nahesteht: typisch eine Schwester, eine Cousine oder eine enge Freundin. Drei Voraussetzungen muss Ihre Spenderin erfüllen:
Wir sprechen mit Ihrer Spenderin in einem eigenen Termin. Dort klären wir sie unabhängig von Ihnen über den Ablauf und mögliche Belastungen auf. Die Spende wird dokumentiert: Das so gezeugte Kind hat nach dem FMedG später das Recht zu erfahren, wer die Spenderin ist.
Die gerichtete Eizellspende läuft in fünf Schritten ab, vom Erstgespräch bis zum Embryotransfer.
An der Behandlung sind zwei Frauen beteiligt. Ihre Spenderin durchläuft Stimulation und Eizellentnahme, Sie selbst empfangen den Embryo. Beide Behandlungsteile stimmen wir zeitlich aufeinander ab.
Wir sehen uns Ihre Befunde an, besprechen den Ablauf und prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Wer Sie dabei begleitet, stellt sich auf der Seite unser Team vor.
Ihre Spenderin kommt zu einem eigenen Termin. Wir klären sie über die Behandlung auf und untersuchen sie auf ihre gesundheitliche Eignung. Auch die rechtliche Aufklärung und die psychosoziale Beratung beider Seiten gehören zu diesem Schritt.
Ihre Spenderin spritzt sich über etwa zwei Wochen hormonelle Medikamente, damit mehrere Eizellen heranreifen. Die reifen Eizellen entnehmen wir in einem kurzen Eingriff. Der Ablauf entspricht der Hormonbehandlung und der Eizellentnahme bei einer IVF.
Die gespendeten Eizellen befruchten wir mit den Spermien Ihres Partners, per IVF oder ICSI. Die Embryonen entwickeln sich anschließend mehrere Tage im Brutschrank.
Wir bereiten Ihre Gebärmutterschleimhaut hormonell vor und übertragen den Embryo in Ihre Gebärmutter. Rund zwei Wochen später zeigt ein Bluttest, ob sich der Embryo eingenistet hat. Weitere Embryonen lassen sich durch Kryokonservierung für einen späteren Transfer einfrieren.
Sie überlegen, ob die gerichtete Eizellspende für Sie infrage kommt? Im Erstgespräch besprechen wir Ihre Befunde und alle offenen Fragen.
Erstgespräch vereinbarenDie Kinderwunschklinik Dr. Pavlik führt die Eizellspende ausschließlich als gerichtete Spende durch.
Gerichtet heißt: Sie bringen Ihre Spenderin selbst mit. Das ist unser Angebotsmodell, keine Vorgabe des Gesetzes: Das FMedG verlangt nicht, dass Spenderin und Empfängerin einander kennen. Einen Pool anonymer Spenderinnen führen wir nicht, und eine Spenderin dürfen wir Ihnen nach österreichischem Recht auch nicht vermitteln. Sobald Ihre Spenderin feststeht, übernehmen wir alles Weitere. Was das österreichische Recht vorsieht und wie Vergütungsfragen geregelt sind, lesen Sie auf unserer Überblicksseite zur Rechtslage.
Eine Eizellspende darf in Österreich nicht gegen Entgelt erfolgen: Weder Geld noch eine andere Gegenleistung sind zulässig. Ersetzt werden dürfen ausschließlich nachgewiesene Barauslagen, die im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlung entstanden sind. Auch die Vermittlung von Spenderinnen und die Werbung dafür sind gesetzlich untersagt. Eine Spenderin dürfen wir für Sie deshalb nicht suchen. Bei allem Übrigen sind wir an Ihrer Seite: von der Beratung über die Untersuchung Ihrer Spenderin bis zur Behandlung selbst.
Die Chancen einer Eizellspende hängen vor allem vom Alter der Spenderin und von der Qualität der gespendeten Eizellen ab.
Weil die Eizellen von einer jungen Frau stammen, sind die Aussichten häufig besser als zuletzt mit eigenen Eizellen. Eine Garantie gibt es nicht: Auch mit gespendeten Eizellen führt nicht jeder Transfer zu einer Schwangerschaft. Warum die Zahl der gewonnenen Eizellen von Behandlung zu Behandlung schwankt, erklärt der Ratgeber Warum die Zahl der Eizellen schwankt.
Erfolgszahlen geben wir nur an, wenn klar ist, worauf sie sich beziehen: Endpunkt, Bezugsgröße, Zeitraum und Altersgruppe. Eine pauschale Prozentzahl für die Eizellspende nennen wir deshalb nicht. Ihre persönlichen Aussichten ordnen wir anhand der Befunde Ihrer Spenderin und Ihrer Vorgeschichte im Gespräch ein.
Stimulation und Eizellentnahme betreffen allein Ihre Spenderin. Selten reagieren die Eierstöcke zu stark auf die hormonellen Medikamente. Wir kontrollieren die Stimulation deshalb engmaschig mit Ultraschall und Blutwerten.
Eine Spende innerhalb der Familie oder des Freundeskreises verändert Beziehungen. Eine psychosoziale Beratung für Sie und Ihre Spenderin ist deshalb fester Bestandteil der Behandlung, bevor sie beginnt.
Ernste Komplikationen sind selten. Wir besprechen jeden Schritt vorab mit Ihnen und Ihrer Spenderin.
Was Paare uns zur gerichteten Eizellspende am häufigsten fragen.
In Österreich ist die Eizellspende seit der Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes 2015 unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Die empfangende Frau darf zu Behandlungsbeginn das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und selbst nicht auf natürlichem Weg mit eigenen Eizellen schwanger werden können (fehlende Fortpflanzungsfähigkeit). Die Spenderin muss zwischen dem vollendeten 18. und dem vollendeten 30. Lebensjahr alt sein. Die Behandlung erfolgt in einer zugelassenen Krankenanstalt. In der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels führen wir die Eizellspende als gerichtete Spende durch. Sie bringen eine Spenderin aus Ihrem persönlichen Umfeld mit, etwa eine Schwester oder Freundin. Wir übernehmen die Prüfung der Voraussetzungen, die rechtliche Aufklärung und die gesamte medizinische Behandlung bis zum Transfer. Ein eigenes Spenderinnen-Programm bieten wir derzeit nicht an.
Zulässig ist die Eizellspende, wenn die eigenen Eizellen der Empfängerin nicht fortpflanzungsfähig sind, die Empfängerin zum Zeitpunkt der Behandlung das 45. Lebensjahr nicht überschritten hat und die Spenderin zwischen dem vollendeten 18. und dem vollendeten 30. Lebensjahr alt ist. Das Gesetz verlangt nicht, dass Spenderin und Empfängerin einander kennen. Wir führen die Eizellspende ausschließlich als gerichtete Spende durch: Sie bringen Ihre Spenderin selbst mit. Einen Pool anonymer Spenderinnen führen wir nicht, und die Vermittlung einer Spenderin ist uns gesetzlich nicht erlaubt. Steht Ihre Spenderin fest, begleiten wir Sie durch alle weiteren Schritte.
Nein. Eine Eizellspende darf in Österreich nicht gegen Entgelt erfolgen; weder Geld noch eine andere Gegenleistung sind zulässig. Ersetzt werden können nachgewiesene Barauslagen, die im Zusammenhang mit der medizinischen Behandlung entstanden sind. Mehr dazu auf unserer Seite zur Rechtslage in Österreich.
Nein. Häufig spendet eine Schwester oder eine Cousine, ebenso möglich ist eine enge Freundin. Das Gesetz verlangt keine Verwandtschaft. In unserem Modell der gerichteten Spende bringen Sie eine Spenderin aus Ihrem persönlichen Umfeld mit; sie muss die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen und frei über ihre Spende entscheiden.
Vom ersten Beratungsgespräch bis zum Embryotransfer vergehen meist drei bis sechs Monate. Die Dauer hängt vom Zyklus Ihrer Spenderin und vom Behandlungsverlauf ab.
Der Embryotransfer ist für die Empfängerin in der Regel schmerzlos. Ihre Spenderin kann nach der Eizellentnahme ein leichtes Unwohlsein verspüren. Es klingt meist rasch ab.
Die Kosten einer Behandlung mit gespendeten Eizellen tragen Sie grundsätzlich selbst. Eine Übersicht unserer Tarife finden Sie auf der Kostenseite.
Ob eine Kostenunterstützung durch den IVF-Fonds möglich ist, hängt von den gesetzlichen Voraussetzungen und der individuellen medizinischen Indikation ab. Das prüfen wir gerne vor Behandlungsbeginn gemeinsam mit Ihnen.
Im Erstgespräch in unserer Kinderwunschklinik in Thalheim bei Wels sehen wir uns Ihre Befunde gemeinsam an. Danach wissen Sie, welche Voraussetzungen gelten und wie die Behandlung mit Ihrer Spenderin ablaufen kann.
Vorab können Sie unsere Kinderwunsch-Rechner nutzen.
Sie sind unsicher, ob ein Erstgespräch schon der richtige Schritt ist? Dann buchen Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: ein Anruf, ohne Verpflichtung. Lieber gleich sprechen? Rufen Sie uns an: +43 7242 22 44 66.