Kinderwunschklinik Dr. Pavlik
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Orientierung

Medikamente in der Kinderwunschbehandlung

Welche Medikamente gehören zu einer Kinderwunschbehandlung, und wofür sind sie da?

Die Medikamente einer Kinderwunschbehandlung haben unterschiedliche Aufgaben. Manche fördern die Eizellreifung, andere verhindern einen vorzeitigen Eisprung oder unterstützen die Gebärmutterschleimhaut. Nicht jede Behandlung braucht alle Medikamentengruppen. Welche Medikamente Sie erhalten und wie Sie sie anwenden, steht in Ihrem persönlichen Behandlungsplan.

Ein Pen und eine Kapsel als Glasskulpturen in einem hellen Raum, ohne Packung und ohne Aufschrift
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Hormone zur Stimulation

Hormone zur Stimulation fördern das Wachstum der Eibläschen, in denen die Eizellen heranreifen. Dazu dient das follikelstimulierende Hormon (FSH).

Diese Hormone werden unter die Haut gespritzt, meist mit einem Pen oder einer vorgefüllten Spritze. Im modifizierten natürlichen Zyklus setzen wir auch hMG ein, das humane Menopausengonadotropin. Bei einer IVF sollen meist mehrere Eizellen heranreifen. Eine Insemination kann auch ohne Stimulation stattfinden. Ist eine Stimulation vorgesehen, halten wir sie mild, damit das Mehrlingsrisiko gering bleibt. Wie die Eierstöcke reagieren, kontrollieren wir per Ultraschall und passen die Behandlung bei Bedarf an.

Die Gruppen nach ihrem Zweck
  1. 01Stimulation Regt die Eierstöcke an, Eizellen heranreifen zu lassen.
  2. 02Schutz Verhindert einen zu frühen Eisprung.
  3. 03Auslösespritze Löst die finale Reifung der Eizellen aus.
  4. 04Progesteron Unterstützt die Gebärmutterschleimhaut für eine mögliche Einnistung.
Jede Gruppe hat ihren eigenen Zweck. Welche Medikamente Sie erhalten und wie Sie sie anwenden, legt allein Ihr persönlicher Behandlungsplan fest.
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Mittel gegen einen vorzeitigen Eisprung

Mittel gegen einen vorzeitigen Eisprung verhindern, dass ein früher LH-Anstieg den Eisprung auslöst, bevor die Eizellen entnommen werden können.

Dafür setzen wir einen GnRH-Antagonisten ein. Er wirkt an der Hirnanhangsdrüse, der Hypophyse. Dort steuert der Botenstoff GnRH die Ausschüttung von FSH und LH. Der Antagonist blockiert dieses Signal sofort und kommt während der Stimulation als zweite Spritze dazu. Einen GnRH-Agonisten verwenden wir nur als Auslösespritze.

Auch ein Gestagen als Tablette, ein Hormon mit progesteronähnlicher Wirkung, kann einen vorzeitigen Eisprung verhindern. Dieser Weg kommt infrage, wenn im selben Zyklus kein Embryotransfer geplant ist. Die Embryonen werden dann eingefroren und später übertragen.

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Die Auslösespritze

Die Auslösespritze löst die finale Reifung der Eizellen aus, sobald die Eibläschen die passende Größe erreicht haben.

Als Wirkstoff dient das humane Choriongonadotropin (hCG) oder, in geeigneten Behandlungsplänen, ein GnRH-Agonist. Welcher passt, entscheiden wir. Vor Geschlechtsverkehr oder einer Insemination legen wir damit den Eisprung fest und planen beides kurz davor. Vor einer IVF stimmen wir die Eizellentnahme zeitlich auf die Auslösespritze ab, sie findet vor dem Eisprung statt. Halten Sie die vorgegebene Uhrzeit genau ein. Haben Sie die Spritze zu spät, gar nicht oder vielleicht nicht vollständig gesetzt, rufen Sie uns sofort an.

Sie möchten wissen, welche Behandlung und welche Medikamente zu Ihrer Situation passen? Wir besprechen das anhand Ihrer Befunde.

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Progesteron nach dem Transfer

Progesteron, das Gelbkörperhormon, bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Einnistung vor und unterstützt sie nach dem Embryotransfer.

Im natürlichen Zyklus bildet der Gelbkörper das Progesteron nach dem Eisprung selbst. Bei einer IVF oder ICSI ergänzen wir es als Medikament. Meist bekommen Sie zwei Medikamente zugleich: Progesteron zum Einführen in die Scheide und Dydrogesteron, ein verwandtes Hormon, als Tablette. In Einzelfällen geben wir Progesteron als Spritze unter die Haut. Welche Form Sie erhalten, wann Sie beginnen und wie lange, steht in Ihrem Behandlungsplan. Setzen Sie Progesteron bei einer Blutung oder nach einem eigenen Schwangerschaftstest nicht selbst ab, sondern sprechen Sie mit uns. Geht es um den Progesteronwert im Blut, erklärt das Lexikon den Laborwert.

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Tabletten, die den Eisprung anregen

Bleibt der Eisprung aus oder kommt er nur selten, können Tabletten eine Eizelle heranreifen lassen, damit ein Eisprung möglich wird. Mit der Auslösespritze hat das nichts zu tun.

Sie nehmen diese Tabletten an wenigen Tagen zu Beginn des Zyklus ein. Welcher Wirkstoff für Sie infrage kommt, hängt von der Ursache und Ihren Befunden ab. Per Ultraschall kontrollieren wir, wie die Eierstöcke reagieren. Auch unter Tabletten können mehrere Eibläschen heranreifen, das erhöht das Mehrlingsrisiko. Wirkt die Behandlung nicht wie gewünscht, sehen wir uns den Verlauf an und besprechen die nächsten Schritte. Dazu können Hormonspritzen gehören.

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Häufige Fragen zu den Medikamenten

Die Medikamente einer Kinderwunschbehandlung werfen vor allem Fragen zur Anwendung und zu Nebenwirkungen auf.

Wo erfahre ich, wie ich meine Medikamente anwende?

Diese Seite erklärt nur, wozu die Medikamente dienen. Wie Sie Ihre Medikamente anwenden, zeigen wir Ihnen bei der Einweisung in der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels. Als Patientin finden Sie die Anleitungen zusätzlich im Patientenbereich. Maßgeblich ist Ihr persönlicher Behandlungsplan. Beachten Sie auch die Hinweise zu Anwendung und Lagerung im Beipackzettel. Weichen Plan und Beipackzettel voneinander ab, fragen Sie vor der Anwendung bei uns nach. Das kommt vor, wenn ein Medikament außerhalb seiner Zulassung eingesetzt wird.

Muss ich mir die Medikamente selbst spritzen?

Nicht immer. Bei einer Ovulationsinduktion genügen häufig Tabletten. Sind Spritzen vorgesehen, zeigen wir Ihnen die Anwendung genau. Danach können Sie die Spritzen meist selbst zuhause setzen. Auf Wunsch kann Ihre Begleitperson an der Einweisung teilnehmen. Sagen Sie uns, wenn Sie unsicher sind oder Unterstützung brauchen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Welche Nebenwirkungen auftreten können, hängt vom Medikament ab. Möglich sind zum Beispiel Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, ein Spannungsgefühl oder Reaktionen an der Einstichstelle. Bei einer Stimulation mit Hormonspritzen kann eine Überstimulation der Eierstöcke auftreten. Rufen Sie uns an unter +43 7242 22 44 66 oder fahren Sie in die nächste Notaufnahme, wenn nach der Entnahme der Eizellen folgende Beschwerden auftreten: starke Bauchschmerzen, Atemnot, Erbrechen, Gewichtszunahme über 1 kg pro Tag, oder wenn Sie weniger Urin ausscheiden als sonst. Mehr dazu im Beitrag zur Überstimulation.

Wen erreiche ich bei Fragen während der Behandlung?

Während Ihrer Behandlung erreichen Sie uns rund um die Uhr unter +43 7242 22 44 66. Außerhalb der Öffnungszeiten bleiben Sie bitte etwas länger in der Leitung, dann sind wir auch nachts und am Wochenende für Sie da. Für alle anderen Fragen erreichen Sie unser Sekretariat unter +43 7242 22 44 66, Montag bis Freitag 8:00 bis 16:00 Uhr.

Warum nennt diese Seite keine Präparate und keine Dosierungen?

Welches Präparat und welche Dosis passen, entscheiden wir für jede Patientin einzeln. Eine allgemeine Angabe könnte zu einer falschen Anwendung verleiten. Ändern Sie Ihren Behandlungsplan deshalb nie anhand allgemeiner Informationen aus dem Internet. Haben Sie eine Dosis vergessen, rufen Sie uns an und nehmen Sie nicht eigenständig die doppelte Menge. Wie ein Präparat gelagert wird, auch unterwegs, klären Sie am besten in der Apotheke.

Dr. med. Roman Pavlik, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Dr. med. Roman Pavlik Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels (Oberösterreich) · zuletzt geprüft am 30.10.2026
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Sie möchten wissen, welche Behandlung für Sie infrage kommt?

Im Erstgespräch in der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels sehen wir uns Ihre Befunde gemeinsam an. Danach besprechen wir, welche Behandlung sinnvoll ist und welche Medikamente dazugehören.

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