
Was bewirkt die Auslösespritze, und warum kommt es auf die Uhrzeit an?
Die Auslösespritze ist die letzte Spritze der Stimulation. Sie enthält hCG oder einen GnRH-Agonisten und lässt die Eizellen fertig reifen. Nach ihr richtet sich der Zeitpunkt der Eizellentnahme, deshalb setzen Sie sie genau zu der Uhrzeit, die Ihre Klinik Ihnen nennt. Haben Sie die Uhrzeit verpasst, rufen Sie sofort an.

Die Auslösespritze gibt den Eizellen in den Eibläschen das Signal, ihre letzte Reifung abzuschließen.
Im natürlichen Zyklus übernimmt das der körpereigene LH-Anstieg. In einer Hormonbehandlung ersetzt die Auslösespritze dieses Signal oder löst es aus. Wir setzen sie ein, wenn der Ultraschall zeigt, dass die Eibläschen die passende Größe erreicht haben.
Das humane Choriongonadotropin, kurz hCG, wirkt wie das körpereigene Signal für den Eisprung und ersetzt es. Gentechnisch hergestelltes hCG heißt Choriogonadotropin alfa.
Ein GnRH-Agonist wirkt an der Hirnanhangdrüse und bringt den Körper dazu, sein eigenes Signal auszuschütten. Diese Form der Auslösung setzen wir vor allem ein, wenn die Eierstöcke sehr stark reagieren.
Welcher Wirkstoff in Ihrer Behandlung infrage kommt, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Wie Sie das Präparat vorbereiten und anwenden, steht im Beipackzettel und auf Ihrem Behandlungsplan. Diese Seite ersetzt beides nicht. Wie die Wahl zwischen den Methoden getroffen wird, beschreibt unser Ratgeber zur Auslösung der Eizellreifung.
Die Uhrzeit der Auslösespritze legt fest, wann die Eizellentnahme stattfindet, und die Entnahme muss vor dem Eisprung liegen.
Beim Eisprung würden die Eizellen die Eibläschen verlassen und wären für uns nicht mehr erreichbar. Kommt die Entnahme zu früh, sind die Eizellen noch nicht fertig gereift. Deshalb planen wir die Eizellentnahme zeitlich genau auf die Auslösespritze.
In der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels legen wir die Uhrzeit bei der letzten Ultraschallkontrolle fest. Wir besprechen sie mit Ihnen und stimmen sie mit unserem Labor ab, denn der Entnahmetermin steht damit fest. Notieren Sie sich die Uhrzeit und stellen Sie einen Wecker.
Zwischen der Auslösespritze und der Eizellentnahme liegen rund 36 Stunden.
Bei einer Insemination oder einer Behandlung mit geplantem Geschlechtsverkehr ist das Ziel ein anderes: Die Auslösespritze legt dort den Zeitpunkt des Eisprungs fest. Die Insemination oder den Geschlechtsverkehr planen wir so, dass sie vor dem Eisprung stattfinden und die Spermien bereits da sind, wenn die Eizelle frei wird.
Haben Sie die Auslösespritze vergessen, verspätet gesetzt oder ist beim Setzen etwas schiefgegangen, rufen Sie sofort Ihre Kinderwunschklinik an, auch nachts.
Während Ihrer Behandlung erreichen Sie uns rund um die Uhr unter +43 7242 22 44 66. Außerhalb der Öffnungszeiten bleiben Sie bitte etwas länger in der Leitung, dann sind wir auch nachts und am Wochenende für Sie da. Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr erreichen Sie das Sekretariat unter +43 7242 22 44 66. Sind Sie in einer anderen Klinik in Behandlung, rufen Sie dort an, wo Ihr Plan erstellt wurde.
Ob wir den Entnahmetermin nach einer verspäteten Spritze verschieben, entscheiden wir im Einzelfall. Die Uhrzeit Ihrer Auslösespritze steht auf Ihrem Behandlungsplan.
Die Auslösung mit einem GnRH-Agonisten senkt das Risiko einer Überstimulation (OHSS), wenn die Eierstöcke sehr stark auf die Stimulation reagieren.
Zeichnet sich bei den Kontrollen eine starke Reaktion ab, passen wir den Behandlungsplan an. Bei erhöhtem Risiko lösen wir mit einem Agonisten aus und frieren alle Embryonen ein (Freeze-all). Der Transfer folgt in einem späteren Zyklus, wenn sich die Eierstöcke erholt haben.
Dadurch sinkt das Risiko deutlich, verschwindet aber nicht ganz. Deshalb kann die Auslösespritze auf Ihrem letzten Plan von der ursprünglichen Planung abweichen. Setzen Sie immer das Präparat, das auf dem Plan steht, den Sie zuletzt von uns erhalten haben.
Sie möchten den ganzen Ablauf von der Stimulation bis zum Transfer nachlesen? Die IVF-Seite zeigt jeden Schritt.
Zum Ablauf der IVFEin Schwangerschaftstest kann nach einer hCG-Auslösespritze positiv ausfallen, obwohl keine Schwangerschaft besteht, weil er das Medikament im Körper anzeigt.
Der Test weist hCG nach, und genau dieses Hormon enthält die Auslösespritze. Ein früher Heimtest kann deshalb noch auf das Medikament reagieren. Testen Sie erst an dem Tag, den wir Ihnen nennen. Ein zu früher Test kann umgekehrt auch negativ sein, obwohl sich der Embryo eingenistet hat.
Das gilt auch nach einer Insemination mit hCG-Auslösung. Dort testen Sie etwa 14 Tage nach der Insemination, den Testtag finden Sie in Ihrem Behandlungsplan.
Die Auslösespritze wird gesetzt, wenn der Ultraschall zeigt, dass die Eibläschen die passende Größe erreicht haben. Die genaue Uhrzeit nennen wir Ihnen bei der letzten Kontrolle.
Rufen Sie sofort an, auch außerhalb der Öffnungszeiten, unter +43 7242 22 44 66. Sagen Sie uns, wann Sie die Spritze gesetzt haben. Wir legen dann fest, wie es weitergeht.
Nein. Die Spritze dient der hormonellen Auslösung der Eizellreifung. Die hCG-Spülung ist eine gesonderte Anwendung in der Gebärmutter vor einem Embryotransfer.
Die Dosis legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest, sie steht auf Ihrem Behandlungsplan. Ändern Sie die Dosis nie selbst, und lesen Sie den Beipackzettel Ihres Präparats.
Im Erstgespräch erklären wir, welche Medikamente in Ihrer Behandlung infrage kommen und wie der Ablauf bis zur Eizellentnahme aussieht.