
Muss es gleich eine künstliche Befruchtung sein?
Die intrauterine Insemination (IUI) ist häufig ein erster Behandlungsschritt, bevor eine künstliche Befruchtung nötig wird. Dabei bringen wir aufbereitete Spermien zum Zeitpunkt des Eisprungs über einen dünnen Katheter direkt in die Gebärmutter ein. Die Befruchtung geschieht danach auf natürlichem Weg im Körper. Die Behandlung dauert wenige Minuten und kommt ohne Narkose aus.
Eine Insemination kommt infrage, wenn die Spermienqualität ausreicht und mindestens ein Eileiter durchgängig ist.
Ob das bei Ihnen zutrifft, klären wir vor der Behandlung. Darauf schauen wir dabei:
Häufig geht es um eine leicht eingeschränkte Spermienqualität, um eine ungeklärte Sterilität oder um Zyklus- und Eisprungstörungen, die zuvor behandelt wurden. Auch bei sexuellen Funktions- oder Ejakulationsstörungen kommt eine Insemination infrage, ebenso bei einer Behandlung mit Spendersamen.
Eine Insemination läuft in fünf Schritten ab, von der Zyklusbeobachtung bis zum Schwangerschaftstest.
Die gesamte Behandlung findet in der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels statt. Meist genügen wenige kurze Termine: ein bis zwei Ultraschalltermine und der Termin für die Insemination selbst.
Etwa am zehnten bis dreizehnten Zyklustag sehen wir per Ultraschall nach, ob ein Eibläschen herangereift ist. Auch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut kontrollieren wir dabei. So bestimmen wir Ihre fruchtbaren Tage. Wie diese Beobachtung über mehrere Termine hinweg abläuft, beschreibt die Seite zum Zyklusmonitoring.
Damit die Insemination zum bestmöglichen Zeitpunkt stattfindet, lösen wir den Eisprung in der Regel mit dem Hormon HCG gezielt aus. Wenn Sie Ihren Zyklus vorab selbst einschätzen möchten, können Sie mit unserem Eisprungrechner Ihre fruchtbaren Tage berechnen.
Am Folgetag gibt der Partner eine Samenprobe direkt in unserer Klinik ab. Im Labor bereiten wir die Probe auf, damit möglichst viele bewegliche Spermien zur Verfügung stehen. Wie die Probe zuvor beurteilt wird, beschreibt die Seite zum Spermiogramm.
Wir bringen die aufbereiteten Spermien mit einem weichen, flexiblen Katheter in die Gebärmutter ein. Das dauert nur wenige Minuten und ist nicht schmerzhafter als eine Vorsorgeuntersuchung. Danach können Sie sofort nach Hause.
Etwa 14 Tage nach der Insemination zeigt ein Schwangerschaftstest, ob die Behandlung erfolgreich war. Fällt er positiv aus, können Sie mit unserem Rechner Ihren Geburtstermin berechnen.
Mit leichter hormoneller Stimulation liegt die Schwangerschaftsrate häufig bei etwa 10 bis 15 % pro Zyklus, ohne Stimulation eher bei 5 bis 10 %.
Gemeint ist die Chance auf eine klinische Schwangerschaft pro Behandlungszyklus. Die Rate der Lebendgeburten liegt etwas darunter. Wo Sie innerhalb dieser Spanne stehen, hängt am stärksten vom Alter der Frau ab und davon, warum der Kinderwunsch bisher unerfüllt geblieben ist. Es zählt auch, wie lange Sie es schon versuchen, wie viele Follikel heranreifen und wie viele bewegliche Spermien nach der Aufbereitung übrig bleiben. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit deutlich ab, besonders ab etwa 35 bis 38 Jahren. Was das für Ihre Planung bedeutet, beschreibt unser Ratgeber Kinderwunsch ab 35.
Eine Prozentzahl sagt erst dann etwas, wenn dabeisteht, worauf sie sich bezieht. Hier ist gemeint: eine klinische Schwangerschaft, gerechnet auf den einzelnen Behandlungszyklus, bei Frauen aller Altersgruppen. Fehlen solche Angaben, lassen sich zwei Zahlen nicht vergleichen.
Für die Insemination gibt es außerdem keinen österreichischen Registerwert. Der IVF-Fonds fördert sie nicht, also führt der Jahresbericht des IVF-Registers sie auch nicht. Die Spanne oben stammt aus der Fachliteratur und beschreibt eine Größenordnung, keine Vorhersage für Ihren Fall.
Ihre persönliche Einschätzung nach Alter und Befund, in wenigen Minuten.
Zum NachlesenWarum die Zahl beweglicher Spermien nach der Aufbereitung so viel ausmacht.
Das Ergebnis des Rechners ersetzt keine ärztliche Beurteilung. Im Erstgespräch ordnen wir es gemeinsam mit Ihren Befunden ein.
Bei der Insemination findet die Befruchtung im Körper statt, bei der künstlichen Befruchtung (IVF/ICSI) außerhalb des Körpers im Labor.
Die Insemination ist der kleinere Eingriff: Sie kommt ohne Eizellentnahme und ohne Narkose aus. Eine IVF oder ICSI kann dagegen sinnvoller sein. Das gilt vor allem bei verschlossenen Eileitern, bei deutlich eingeschränkter Spermienqualität und nach mehreren erfolglosen Inseminationen. Welche Methode in Ihrer Situation passt, besprechen wir im Erstgespräch.
Die Risiken einer Insemination sind gering. Am ehesten kommt es zu einer leichten Blutung oder zu Krämpfen, die von allein wieder aufhören.
Am Muttermund kann es zu leichten Kontaktblutungen kommen. Sie sind harmlos und hören spätestens nach 24 Stunden von allein auf.
Verletzungen von Muttermund oder Gebärmutter sind durch den weichen, flexiblen Katheter selten. Meist bleibt es bei vorübergehenden Krämpfen oder einer leichten Blutung.
Wird die Insemination mit einer hormonellen Stimulation kombiniert, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft. Reifen zu viele Follikel heran, sagen wir die Insemination in diesem Zyklus deshalb ab und raten zu geschütztem Geschlechtsverkehr. Woran wir das festmachen, beschreibt die Seite zum Zyklusmonitoring. Mit unserem Rechner können Sie vorab Ihr Mehrlingsrisiko einschätzen. Selten kann es zu einer Überstimulation der Eierstöcke (OHSS) kommen. Dazu gibt es unseren Ratgeber Überstimulation vorbeugen. Beides besprechen wir vor einer Stimulation ausführlich mit Ihnen.
Bei vorbestehenden Verklebungen des Muttermunds ist eine Insemination ohne Vorbehandlung nicht möglich. Das klären wir vor der Behandlung ab.
Die meisten Frauen setzen ihren gewohnten Alltag nach der Insemination ohne Einschränkung fort.
Sie fragen sich, ob die Insemination für Sie passt?
Erstgespräch vereinbarenFür eine Insemination verwenden wir entweder die Spermien des Partners (homologe Insemination) oder Spendersamen (heterologe Insemination).
Im Regelfall verwenden wir die aufbereiteten Spermien des Partners. Sind beim Mann keine Spermien nachweisbar (Azoospermie) oder wünscht sich ein gleichgeschlechtliches Paar ein Kind, kommt Spendersamen einer Samenbank zum Einsatz. Ob sich im Hodengewebe doch Spermien gewinnen lassen, klärt bei einer Azoospermie die TESE. Den Ablauf mit Spendersamen und die rechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich beschreiben wir auf der Seite zur Samenspende. Zusätzlich lässt sich die Insemination mit einer leichten hormonellen Unterstützung des Zyklus kombinieren; ob das sinnvoll ist, hängt von Ihrem Befund ab.
Was Paare uns zur Insemination am häufigsten fragen.
Bei der Insemination bringen wir aufbereitete Spermien zum Zeitpunkt des Eisprungs direkt in die Gebärmutter ein. Der Weg durch den Muttermund entfällt damit. Die Behandlung dauert wenige Minuten, ist nicht schmerzhafter als eine Vorsorgeuntersuchung und braucht keine Narkose.
Das ist von Paar zu Paar verschieden. Häufig sind es drei bis sechs Zyklen, eine allgemeine Norm ist das aber nicht. Wie viele Versuche sinnvoll sind, hängt vom Alter ab, von der Diagnose und davon, ob Partner- oder Spendersamen zum Einsatz kommt. Nach mehreren Zyklen sehen wir uns die Lage neu an und sprechen über einen Wechsel zur IVF oder ICSI, weil weitere Inseminationen dann wenig zusätzlich bringen. In der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik legen wir gemeinsam mit Ihnen fest, nach wie vielen Versuchen wir das Vorgehen anpassen.
Die Schwangerschaftsrate liegt bei leichter hormoneller Stimulation bei etwa 10 bis 15 % pro Zyklus, ohne Stimulation eher bei 5 bis 10 %. Die Rate der Lebendgeburten liegt jeweils etwas darunter. Gemeint ist die Chance pro Behandlungszyklus. Sie hängt vor allem vom Alter der Frau und von der Ursache des Kinderwunschs ab. Eine persönliche Einschätzung berechnet der IUI-Erfolgsrechner der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik aus Alter und Befund. Zum IUI-Erfolgsrechner
Nach dem Samenerguss erreichen bewegliche Spermien die Gebärmutter innerhalb von Minuten und können mehrere Tage befruchtungsfähig bleiben. Bei der Insemination bringen wir aufbereitete Spermien direkt in die Gebärmutter ein. Den Gebärmutterhals, der sonst als natürliche Barriere wirkt, umgehen wir damit.
Ja. Sie können nach der Insemination sofort nach Hause und Ihren gewohnten Alltag fortsetzen.
Führt eine Insemination nicht zur Schwangerschaft, lässt sie sich nach Absprache in einem weiteren Zyklus wiederholen. Nach mehreren Versuchen besprechen wir mit Ihnen, ob der Wechsel zu einer IVF oder ICSI sinnvoll ist.
Die Insemination ist in Österreich eine Privatleistung: Der IVF-Fonds fördert nach dem IVF-Fonds-Gesetz die IVF und die ICSI, nicht die Insemination, und auch die Krankenkassen übernehmen die Behandlung nicht. Was insgesamt zusammenkommt, hängt vom Behandlungsplan ab, etwa davon, ob Spendersamen oder eine hormonelle Unterstützung dazukommen. Alle aktuellen Preise führen wir an einer Stelle: unsere Preisliste für Privatzahler.
Eine erste Einordnung Ihrer Werte finden Sie in unseren Rechnern und Selbsttests. Sie ersetzen kein Gespräch, helfen aber bei der Vorbereitung darauf.
Im Erstgespräch in unserer Kinderwunschklinik in Thalheim bei Wels sehen wir uns Ihre Befunde gemeinsam an und besprechen, ob eine Insemination in Ihrer Situation sinnvoll ist.
Sie sind unsicher, ob ein Erstgespräch schon der richtige Schritt ist? Dann buchen Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: ein Anruf, ohne Verpflichtung. Lieber gleich sprechen? Rufen Sie uns an: +43 7242 22 44 66.