
Hat meine Gebärmutter eine normale Form?
Der 3D-Ultraschall stellt die Gebärmutter räumlich dar. Besonders hilfreich ist die Ansicht von vorne, die sogenannte Koronarebene. Aus ihr beurteilen wir die Gebärmutterhöhle und die äußere Form der Gebärmutter genauer und grenzen angeborene Formvarianten wie den Uterus septus voneinander ab. Manche dieser Formen sind mit Fehlgeburten oder mit Komplikationen in der Schwangerschaft verbunden. Die Untersuchung läuft wie ein normaler vaginaler Ultraschall ab, ohne Eingriff und ohne Narkose.
Ein 3D-Ultraschall ist dann sinnvoll, wenn wir die Form der Gebärmutter und der Gebärmutterhöhle genau beurteilen wollen.
Vier Situationen sind die häufigsten Anlässe:
Unser Ratgeber zu Kaiserschnittnarbe und Isthmozele beschreibt, was eine Narbe in der Gebärmutterwand nach einem Kaiserschnitt bedeuten kann.
Die Zahl der kleinen Follikel in den Eierstöcken erklären wir auf einer eigenen Seite zur Antralfollikelzahl.
Für den 3D-Ultraschall ist keine besondere Vorbereitung nötig.
Entscheidend ist vor allem der Zeitpunkt im Zyklus. Den Termin stimmen wir deshalb gemeinsam mit Ihnen ab.
Die HyCoSy planen wir dagegen nach dem Ende der Blutung und vor dem Eisprung. Dabei werden ein Katheter und ein Kontrastmittel verwendet, deshalb muss eine Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Untersuchung ausgeschlossen sein.
Der 3D-Ultraschall läuft wie eine gewöhnliche vaginale Ultraschalluntersuchung ab, nur die Auswertung der Bilder ist eine andere.
Wir führen die Untersuchung in der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels durch. Für Sie fühlt sie sich an wie jeder andere Ultraschall beim Frauenarzt.
Wir untersuchen die Gebärmutter mit einer schmalen Ultraschallsonde über die Scheide, auf demselben Weg wie beim Zyklusmonitoring. Ein Eingriff oder eine Narkose ist dafür nicht nötig.
Das Gerät zeichnet einen räumlichen Datensatz auf. Daraus rekonstruieren wir anschließend Ebenen, die sich im gewöhnlichen Ultraschall nicht direkt einstellen lassen, vor allem die Ansicht von vorne (Koronarebene). Genau sie zeigt die Form der Gebärmutterhöhle und die äußere Kontur der Gebärmutter zugleich.
Wir sehen uns die Bilder gemeinsam mit Ihnen an. Dabei besprechen wir, ob die Gebärmutterhöhle eine normale Form hat und was der Befund für Ihre weitere Behandlung bedeutet.
Seine Stärke ist die Form: die äußere Kontur der Gebärmutter, die innere Kontur der Gebärmutterhöhle und das Verhältnis beider zueinander. Anders liegt es bei Polypen, Verwachsungen oder Myomen in der Gebärmutterhöhle. Dann sind eine Ultraschalluntersuchung mit Flüssigkeitskontrast oder eine Gebärmutterspiegelung aussagekräftiger.
Ein Uterus septus ist eine angeborene Formvariante der Gebärmutter, bei der eine Gewebewand (Septum) die Gebärmutterhöhle unterteilt.
Reicht die Wand nur ein Stück in die Höhle hinein, sprechen wir von einem partiellen Uterus septus; die ältere Bezeichnung Uterus subseptus ist ebenfalls gebräuchlich. Reicht sie bis zum inneren Muttermund, ist das Septum vollständig ausgeprägt. Beide Varianten bestehen von Geburt an, und im Alltag bleibt ein Septum meist unbemerkt. Viele Frauen erfahren erst bei der Kinderwunschabklärung davon. Der 3D-Ultraschall stellt die Trennwand dar und zeigt, wie weit sie in die Gebärmutterhöhle reicht.
Davon zu unterscheiden ist eine Gebärmutter, deren äußere Form ebenfalls deutlich geteilt ist. Nach der europäischen Einteilung heißt sie Uterus bicorporeus, in der älteren Bezeichnung Uterus bicornis. Ist die Verdopplung vollständig und liegen zwei Gebärmutterhälse vor, spricht man im amerikanischen System von einem Uterus didelphys. Diese Abgrenzung ist wichtig, weil Bedeutung und Behandlung sich unterscheiden, und im 3D-Ultraschall gelingt sie zuverlässig. Bei einem Uterus unicornis oder einem Uterus didelphys sind Veränderungen von Nieren und Harnwegen häufiger. Dann klären wir sie zusätzlich ab. Bei einem Uterus septus allein ist das nicht nötig.
Fachlich richten wir uns nach der Einteilung der europäischen Fachgesellschaften ESHRE und ESGE. Von einem Uterus septus spricht man dort, wenn die Trennwand mehr als die Hälfte der Wanddicke in die Gebärmutterhöhle hineinreicht und die äußere Form der Gebärmutter dabei normal bleibt. Flachere Einbuchtungen gelten nach dieser Einteilung als normale Form; die früher übliche Bezeichnung „Uterus arcuatus“ wird dafür nicht mehr verwendet. Andere internationale Einteilungen, etwa die der amerikanischen Fachgesellschaft ASRM, arbeiten mit abweichenden Messgrenzen. Grenzbefunde beurteilen wir deshalb nicht allein an einer einzelnen Messzahl, sondern zusammen mit der gesamten Gebärmutterform und Ihrer Vorgeschichte.
Ein Septum ist mit Fehlgeburten und mit ungünstigen Schwangerschaftsverläufen assoziiert. Zusammengefasste Studiendaten zeigen deutlich mehr Fehlgeburten im ersten Drittel der Schwangerschaft als bei Frauen ohne diese Formvariante. Wie stark der Unterschied ausfällt, lässt sich nicht in eine belastbare Zahl fassen. Die Studien verwenden unterschiedliche Messgrenzen dafür, ab wann eine Trennwand als Septum gilt, und sie untersuchen überwiegend Frauen, die bereits wegen wiederholter Fehlgeburten abgeklärt wurden. Für eine zufällig entdeckte Trennwand gilt dieser Vergleich deshalb nicht unverändert. Wie groß Ihr persönliches Risiko ist, zeigt das Ultraschallbild allein nicht. Viele Frauen mit einem Septum erleben eine unauffällige Schwangerschaft.
Ob ein Uterus septus auch das Entstehen einer Schwangerschaft erschwert, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Ein Septumbefund ist deshalb keine fertige Erklärung für einen unerfüllten Kinderwunsch.
Ein Septum lässt sich im Rahmen einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) in Narkose durchtrennen. Ob dieser Eingriff sinnvoll ist, hängt von Ihrer Vorgeschichte und Ihren bisherigen Schwangerschaften ab, nicht vom Ultraschallbild allein.
Nach wiederholten Fehlgeburten besprechen wir die Durchtrennung als Behandlungsoption. Beobachtungsstudien sprechen dafür, dass weitere Fehlgeburten danach seltener auftreten. Die einzige größere randomisierte Studie zeigte allerdings keinen eindeutigen Vorteil für die Lebendgeburtenrate. Sie wurde vorzeitig beendet und ist zu klein, um einen Nutzen sicher auszuschließen.
Bei unerfülltem Kinderwunsch ohne vorangegangene Fehlgeburten ist der Nutzen noch unsicherer. Die amerikanische Fachgesellschaft ASRM rät in ihrer Leitlinie von 2024 ausdrücklich davon ab, die Entscheidung an der Größe des Septums festzumachen. In ausgewählten Situationen kann der Eingriff dennoch sinnvoll sein. Wir besprechen mit Ihnen den möglichen Nutzen und die begrenzte Datenlage. Zu den Risiken zählen Blutung, Infektion, Verwachsungen in der Gebärmutterhöhle und selten eine Verletzung der Gebärmutterwand.
Die Operation selbst führen wir nicht in unserer Klinik durch. Wenn wir gemeinsam zu dem Schluss kommen, dass eine Durchtrennung sinnvoll ist, besprechen wir mit Ihnen, wo der Eingriff am besten aufgehoben ist, und stellen den Kontakt her. Die Nachsorge und Ihre weitere Kinderwunschbehandlung übernehmen anschließend wieder wir, etwa eine IVF.
Sie möchten abklären lassen, ob eine Formvariante der Gebärmutter hinter wiederholten Fehlgeburten steckt?
Erstgespräch vereinbarenNach dem 3D-Ultraschall besprechen wir den Befund und planen mit Ihnen die nächsten Schritte.
Der Befund liegt direkt nach der Untersuchung vor. Was dann folgt, hängt vom Ergebnis und von Ihrer Vorgeschichte ab. Ist die Gebärmutterform unauffällig, besprechen wir, welche weiteren Untersuchungen sinnvoll sind: genetische, hormonelle, gerinnungsmedizinische oder andere gezielte Abklärungen. Erweiterte Untersuchungen der Gebärmutterschleimhaut setzen wir nicht routinemäßig ein, sondern nach individueller Beurteilung. Was dabei untersucht wird, beschreiben wir auf der Seite zur Diagnostik der Gebärmutterschleimhaut.
Je nach Vorgeschichte folgt als nächster Schritt die Eileiterprüfung mit der HyCoSy. Ebenso möglich sind eine Hormonanalyse oder ein Spermiogramm.
Bei auffälligem BefundWir erklären Ihnen, was die Formvariante bedeutet und ob eine Behandlung infrage kommt.
Was Patientinnen uns zum 3D-Ultraschall am häufigsten fragen.
Geht es um eine angeborene Formvariante, meist in der zweiten Zyklushälfte. Dann ist die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut und zeichnet die Konturen der Gebärmutterhöhle deutlicher ab. Bei anderer Fragestellung passt ein früherer Termin im Zyklus besser. Anlass sind ein Verdacht aus dem gewöhnlichen Ultraschall, wiederholte Fehlgeburten oder mehrere erfolglose Transfers.
In der Regel nicht. Der 3D-Ultraschall ist eine vaginale Ultraschalluntersuchung ohne Eingriff und fühlt sich an wie eine gewöhnliche Untersuchung beim Frauenarzt. Das Einführen und Bewegen der Sonde kann kurz als unangenehm empfunden werden.
Für Frauen mit Kinderwunsch, unabhängig davon, ob eine Behandlung geplant ist. Wir setzen die Untersuchung gezielt ein, wenn die Form der Gebärmutter genauer beurteilt werden soll, etwa bei wiederholten Fehlgeburten, erfolglosen Transfers oder einem auffälligen gewöhnlichen Ultraschall.
Der 3D-Ultraschall zeigt ohne Eingriff sowohl die innere Kontur der Gebärmutterhöhle als auch die äußere Form der Gebärmutter. Genau das ist nötig, um angeborene Formvarianten voneinander abzugrenzen. Bei der Hysteroskopie sehen wir mit einer Kamera direkt in die Gebärmutterhöhle. Polypen, Verwachsungen oder ein Septum lassen sich dabei genauer beurteilen und teilweise gleich behandeln. Die äußere Form der Gebärmutter zeigt die Hysteroskopie allerdings nicht. Häufig steht deshalb der 3D-Ultraschall am Anfang, die Hysteroskopie folgt bei Bedarf.
Nicht automatisch. Nach wiederholten Fehlgeburten besprechen wir die Durchtrennung des Septums als Behandlungsoption. Bei unerfülltem Kinderwunsch ohne vorangegangene Fehlgeburten ist der Nutzen unsicher, und die Größe des Septums allein ist kein Grund für eine Operation.
Nicht zuverlässig. Seine Stärke ist die Form der Gebärmutter. Geht es um Polypen, Verwachsungen oder Myome in der Gebärmutterhöhle, sind eine Ultraschalluntersuchung mit Flüssigkeitskontrast oder eine Gebärmutterspiegelung aussagekräftiger.
In unserer Klinik verrechnen wir den 3D-Ultraschall als Privatleistung. Ob eine nachträgliche Erstattung möglich ist, hängt von Ihrem Versicherungsträger und Ihrem Tarif ab. Eine Übersicht über Tarife und Förderungen finden Sie auf unserer Kostenseite.
Im Erstgespräch in unserer Kinderwunschklinik in Thalheim bei Wels sehen wir uns Ihre Vorbefunde gemeinsam an und besprechen, ob ein 3D-Ultraschall in Ihrer Situation weiterhilft.
Vorab können Sie unsere Kinderwunsch-Rechner nutzen.
Sie sind unsicher, ob ein Erstgespräch schon der richtige Schritt ist? Dann buchen Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: ein Anruf, ohne Verpflichtung. Lieber gleich sprechen? Rufen Sie uns an: +43 7242 22 44 66.