
Wann ist der Eisprung, und an welchen Tagen kann eine Schwangerschaft entstehen?
Die fruchtbaren Tage sind die fünf Tage vor dem Eisprung und der Tag des Eisprungs selbst. Wann dieser Eisprung liegt, ist von Frau zu Frau und von Zyklus zu Zyklus verschieden. Ein Eisprungrechner schätzt ihn aus der Zykluslänge. Wer den Zeitpunkt genauer wissen will, braucht ein Signal aus dem eigenen Körper, nicht nur den Kalender.

Der Eisprung liegt zwischen zwei Blutungen, aber selten genau in der Mitte des Zyklus. Am besten rechnen Sie ihn von der nächsten Periode aus zurück, nicht von der letzten aus.
Ein Zyklus besteht aus zwei Hälften. In der ersten reift im Eierstock ein Eibläschen heran, der Follikel. Ist er reif genug, steigt das luteinisierende Hormon, kurz LH, steil an und löst den Eisprung aus. Aus der leeren Hülle entsteht der Gelbkörper. Er bildet Progesteron und trägt die zweite Zyklushälfte bis zur nächsten Blutung.
Die beiden Hälften verhalten sich verschieden. Die zweite Hälfte ist bei den meisten Frauen recht stabil. Die erste Hälfte schwankt deutlich stärker, und mit ihr verschiebt sich der Eisprung. Eine große Auswertung von Zyklusdaten zeigt außerdem, dass die zweite Hälfte im Mittel etwas kürzer ist als vierzehn Tage. Mit vierzehn Tagen rechnen viele Kalender. Die erste Hälfte wird mit den Jahren kürzer [Bull 2019].
Den Eisprung finden Sie deshalb grob, wenn Sie von der erwarteten nächsten Periode zurückrechnen. Wer einen längeren Zyklus hat, hat ihn später. Wer einen kürzeren hat, früher. Und wer unregelmäßig blutet, kann ihn aus dem Kalender kaum vorhersagen.
Das fruchtbare Fenster umfasst sechs Tage: die fünf Tage vor dem Eisprung und den Tag des Eisprungs. Danach bleibt die Eizelle nur noch etwa zwölf bis 24 Stunden befruchtungsfähig, und die Chance sinkt rasch.
So hat es eine bekannte Studie an Paaren mit Kinderwunsch gezeigt, bei der der Eisprung über Hormonwerte im Urin bestimmt wurde. Schwangerschaften entstanden nur durch Verkehr in diesem Sechs-Tage-Zeitraum, und die Chance stieg bis zum Tag des Eisprungs an [Wilcox 1995].
Daraus folgt eine praktische Regel: Richten Sie sich nach den Zeichen, die den Eisprung ankündigen, nicht nach denen, die ihn im Nachhinein zeigen. Ein positiver Ovulationstest kündigt den Eisprung an, er folgt meist 24 bis 36 Stunden später. Schlafen Sie am Tag des positiven Tests und am Tag danach miteinander. Steigt dagegen die Basaltemperatur an, ist der Eisprung schon vorbei und das fruchtbare Fenster für diesen Zyklus meist geschlossen. Wie lange die Eizelle nach dem Eisprung befruchtungsfähig bleibt, steht auf der Seite zum LH-Anstieg.
Paare, die über den ganzen Zyklus regelmäßig miteinander schlafen, treffen das Fenster meist auch ohne den genauen Tag zu kennen. Gezieltes Planen hilft vor allem dann, wenn das nicht möglich ist. Einen einzelnen Tag müssen Sie dabei nicht treffen: Verkehr jeden oder jeden zweiten Tag im fruchtbaren Fenster genügt [ASRM 2022].
Ein Eisprungrechner schätzt den Eisprung aus dem Beginn der letzten Periode und der Zykluslänge. Er gibt eine Orientierung, aber keinen Nachweis.
Unser Eisprungrechner fragt nach dem ersten Tag Ihrer letzten Periode und nach Ihrer üblichen Zykluslänge. Als ersten Tag zählt der erste Tag der richtigen Regelblutung, nicht eine leichte Schmierblutung davor. Er rechnet vereinfacht mit vierzehn Tagen für die zweite Zyklushälfte und zeigt Ihnen den geschätzten Eisprungtag mit den fünf Tagen davor. Ihre Eingaben bleiben dabei in Ihrem Browser.
Warum das nur eine Schätzung ist, hat eine Studie mit täglichen Hormonmessungen gezeigt. Selbst bei Frauen mit regelmäßigem Zyklus lag das fruchtbare Fenster nur bei einer Minderheit vollständig in den Tagen, die als Zyklusmitte gelten. Bei vielen lag es früher, bei anderen deutlich später, und ein später Eisprung ließ sich im Voraus nicht erkennen [Wilcox 2000].
Ein Rechner kann einen Eisprung weder nachweisen noch ausschließen. Bei unregelmäßigem Zyklus ist die Rechnung ungenau. Dann geben die Anzeichen aus dem eigenen Körper oder ein Ovulationstest bessere Hinweise als der Kalender.
Sie möchten Ihre fruchtbaren Tage für den nächsten Zyklus abschätzen?
Eisprungrechner öffnenAnzeichen für den Eisprung sind vor allem ein veränderter Zervixschleim, der Anstieg des LH-Werts und ein leichter Anstieg der Körpertemperatur danach. Manche Frauen spüren zusätzlich einen ziehenden Schmerz im Unterbauch.
Diese Zeichen kommen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Einige kündigen den Eisprung an, andere bestätigen ihn erst im Nachhinein. Für die Planung sind die ankündigenden wichtiger.
Wie genau Sie diese Zeichen beobachten, ist Ihre Entscheidung. Für viele Paare reicht der Blick auf den Zervixschleim, kombiniert mit regelmäßigem Verkehr. Wer genauer planen möchte, nimmt einen Ovulationstest dazu. Keines dieser Zeichen sagt etwas über die Eizellqualität, die Eileiter oder das Spermiogramm.
Ein Ovulationstest misst den LH-Anstieg im Urin und kündigt den Eisprung an. Beim Zyklusmonitoring sehen wir im Ultraschall, wie der Follikel wächst und ob er gesprungen ist.
Der Ovulationstest ist das Hilfsmittel, mit dem Sie den LH-Anstieg zu Hause erkennen. Ein positiver Test kündigt den Eisprung an. Dass er tatsächlich stattgefunden hat, beweist er nicht. Wie Sie den Test anwenden und ab welchem Zyklustag Sie beginnen, steht auf der Seite zum Ovulationstest. Ihre Ergebnisse können Sie im LH-Tracker Tag für Tag festhalten.
Beim PCO-Syndrom (PMOS) ist der Test häufig schwer zu deuten. Dort kommen mehrere Anstiege in einem Zyklus vor, oder das Grundniveau von LH ist erhöht, sodass Tests wiederholt anschlagen, ohne dass ein Eisprung folgt.
In der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels verlassen wir uns bei einer Terminfrage nicht auf den Urintest allein. Beim Zyklusmonitoring verfolgen wir das Eibläschen im Ultraschall und nehmen bei Bedarf Hormonwerte dazu. Auch der Ultraschall ist ein indirekter Hinweis und kein Beweis. Gemeinsam mit einer Progesteronbestimmung lässt sich aber bestätigen, ob ein Eisprung stattgefunden hat.
Wie der Teststreifen angewendet wird und was ein positives Ergebnis belegt.
Begriff erklärtDas Hormonsignal, das den Eisprung auslöst, und der Abstand bis zum Eisprung.
Zum AusprobierenTestergebnisse mitschreiben und den Verlauf über den Zyklus sehen.
UntersuchungDas Eibläschen im Ultraschall verfolgen, statt den Zeitpunkt zu schätzen.
Eine Abklärung ist sinnvoll, wenn trotz Verkehr an den fruchtbaren Tagen keine Schwangerschaft eintritt. Wenn es nach zwölf Monaten nicht klappt, ab fünfunddreißig Jahren nach sechs Monaten, sollten Sie sich beide untersuchen lassen. Bei bekannten Ursachen oder deutlichen Beschwerden ist eine frühere Abklärung sinnvoll, ab 40 Jahren ohne langes Abwarten.
Gutes Timing allein ersetzt keine Abklärung. Es hilft nur, wenn Eizelle, Eileiter und Spermien zusammenkommen können. Ob das der Fall ist, zeigt keine Zykluskurve.
Früher hinzusehen lohnt sich, wenn der Zyklus sehr unregelmäßig ist, die Blutung über längere Zeit ausbleibt oder sich über mehrere Zyklen kein LH-Anstieg finden lässt. Ein unregelmäßiger Zyklus erschwert die Vorhersage, beweist aber nicht, dass jeder Eisprung ausbleibt. Ein einzelner auffälliger Zyklus ist noch kein Befund.
Zur Abklärung gehören beide Partner. Bei der Frau stehen Zyklusmonitoring und Hormonwerte am Anfang, beim Mann das Spermiogramm. Wenn eine hormonelle Ursache wie ein PCO-Syndrom (PMOS) dahintersteht, finden Sie mehr dazu auf der Seite PCOS bei Kinderwunsch.
Sechs: die fünf Tage vor dem Eisprung und den Tag des Eisprungs. Am größten ist die Chance in den zwei, drei Tagen vor dem Eisprung und am Eisprungtag selbst. Danach sinkt sie rasch, weil die Eizelle nur etwa zwölf bis 24 Stunden befruchtungsfähig bleibt.
Ein Eisprungrechner setzt ihn bei achtundzwanzig Tagen um den vierzehnten Zyklustag an. Im Einzelfall kann er deutlich früher oder später liegen, auch bei regelmäßigem Zyklus. Ein Ovulationstest oder das Zyklusmonitoring grenzen den Zeitpunkt genauer ein.
Nein. Ein Rechner schätzt aus der Zykluslänge und kann einen Eisprung weder nachweisen noch ausschließen. Bei unregelmäßigem Zyklus ist die Rechnung ungenau. Er ist ein Startpunkt, kein Befund.
Klarer, dehnbarer Zervixschleim und ein positiver Ovulationstest kündigen ihn an. Der Anstieg der Basaltemperatur zeigt ihn erst danach. Manche Frauen spüren einen einseitigen Mittelschmerz, aber nicht alle.
Nur kurz: Die Eizelle bleibt nach dem Eisprung etwa zwölf bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Ein errechneter Eisprungtag ist dabei keine sichere Grenze. Deshalb ist es günstiger, schon in den Tagen davor Verkehr zu haben, statt auf eine Bestätigung zu warten.
In der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels verfolgen wir den Eisprung beim Zyklusmonitoring im Ultraschall und nehmen bei Bedarf Hormonwerte dazu. Welche Untersuchung passt, besprechen wir anhand Ihrer Situation.
Sie kennen Ihre fruchtbaren Tage und es klappt trotzdem nicht? Im Erstgespräch sehen wir uns Ihren Zyklus und vorhandene Befunde gemeinsam an und klären, ob ein Zyklusmonitoring oder eine weitere Abklärung sinnvoll ist.
Sie sind unsicher, ob ein Erstgespräch schon der richtige Schritt ist? Dann vereinbaren Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: Wir rufen Sie an, ohne Verpflichtung, ganz ohne Befunde. Lieber gleich sprechen? Rufen Sie uns an: +43 7242 22 44 66, Montag bis Freitag 8:00 bis 16:00 Uhr.