
Welche Rolle spielt Progesteron bei Kinderwunsch?
Progesteron ist das Hormon, das nach dem Eisprung die zweite Zyklushälfte prägt und die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Ein einzelner Progesteronwert kann einen Eisprung stützen, beurteilt aber die Qualität der Gelbkörperphase nicht zuverlässig.
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Progesteron ist ein Hormon der zweiten Zyklushälfte und wird nach dem Eisprung gebildet.
Der nach dem Eisprung zurückbleibende Follikel wird zum Gelbkörper. In dieser Phase übernimmt Progesteron die hormonelle Steuerung. Der Name Gelbkörperhormon beschreibt diese Herkunft.
Progesteron wird auch im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung verwendet. Welche Form und welcher Zeitpunkt zu einer Behandlung passen, entscheidet sich aus dem Behandlungsplan. Dosierungen gehören deshalb nicht in eine allgemeine Begriffserklärung.
Progesteron bereitet die Gebärmutterschleimhaut nach dem Eisprung auf eine mögliche Schwangerschaft vor.
Die Wirkung gehört zur Gelbkörperphase, also zur zweiten Hälfte des Zyklus. Progesteron steht dabei nicht allein. Für die Einordnung zählen der Zyklustag, der vorausgegangene Eisprung und weitere Befunde.
Bei einer IVF oder ICSI kann Progesteron Teil der Unterstützung nach der Eizellentnahme oder rund um den Embryotransfer sein. Die Behandlungsseite erklärt den Ablauf, diese Seite erklärt nur den Begriff.
Ein Progesteronwert über 3 ng/ml spricht für einen kürzlich erfolgten Eisprung. Ob die Gelbkörperphase ausreichend ist, lässt sich daraus nicht ablesen.
Progesteron wird nicht gleichmäßig, sondern pulsatil ausgeschüttet. Ein Einzelwert kann daher stark schwanken. Ob und wann eine weitere Messung sinnvoll ist, hängt vom vermuteten Eisprung und der Fragestellung ab.
Wir setzen die Messung deshalb bewusst zurückhaltend ein. Blut nehmen wir nur ab, wenn der Wert eine Entscheidung ändert. In der Diagnostik messen wir Progesteron zu Beginn des Zyklus als Teil der Basiswerte. Geht es um die zweite Zyklushälfte, richten wir den Termin am Eisprung aus. Gemessen wird idealerweise etwa sieben Tage nach dem vermuteten Eisprung, also ungefähr eine Woche vor der erwarteten nächsten Blutung. Ein fester Kalendertag passt dagegen nicht zu jedem Zyklus.
Während einer Behandlung hat der Wert weitere Aufgaben. Vor der Auslösung des Eisprungs in der Stimulation hilft er zu entscheiden, ob alle Embryonen zunächst eingefroren werden (Freeze-all). Im hormonell unterstützten Kryozyklus prüfen wir mit ihm, ob ein unerwartet gewachsener Follikel bereits einen vorzeitigen Eisprung ausgelöst hat. Eine routinemäßige Kontrolle einige Tage nach dem Start der Progesterongabe führen wir dagegen nicht durch. Die Studienlage zu dieser Kontrolle ist uneinheitlich.
Der Hormonwert-Interpreter ordnet Zahlen ein. Die Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels beurteilt den Wert gemeinsam mit dem Zyklusverlauf.
Sie möchten den Laborwert mit dem Messzeitpunkt einordnen?
Zum Hormonwert-InterpreterDer nächste Schritt hängt zuerst davon ab, wann die Blutprobe abgenommen wurde.
Liegt der Zeitpunkt ungünstig, ist eine passend terminierte Wiederholung aussagekräftiger als eine vorschnelle Diagnose. Für einen Hormonstatus werden Progesteron und andere Hormone gemeinsam betrachtet.
Für die Einordnung eines Progesteronwerts sind Zeitpunkt und Fragestellung entscheidend.
Nein. Ein einzelner Wert beurteilt die Qualität der Gelbkörperphase nicht zuverlässig. Zuerst wird geprüft, ob die Blutabnahme zum richtigen Zeitpunkt erfolgte.
Der sinnvolle Messzeitpunkt hängt vom vermuteten Eisprung und von der Frage ab, die der Wert beantworten soll. Für die zweite Zyklushälfte messen wir idealerweise etwa sieben Tage nach dem vermuteten Eisprung, also ungefähr eine Woche vor der erwarteten nächsten Blutung. Ein starrer Zyklustag passt nicht zu jeder Zykluslänge.
Nein. Der Gelbkörper entsteht nach dem Eisprung aus dem Follikel. Progesteron ist das Hormon, das der Gelbkörper bildet.

Im Erstgespräch ordnen wir den Wert zusammen mit dem Zyklusverlauf und Ihren übrigen Befunden ein.