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Für Ihre Situation

Kinderwunsch ab 40

Ich bin 40 oder älter: Was kann ich jetzt noch tun?

Ab 40 zählt vor allem die Zeit. Mit dem Alter nehmen Zahl und Qualität der Eizellen ab, und die Chance je Monat sinkt. Warten Sie deshalb nicht ein Jahr, sondern lassen Sie sich gleich beraten. Wir klären die Ausgangslage rasch und besprechen mit Ihnen, ob eine Behandlung mit eigenen Eizellen sinnvoll ist oder eine gerichtete Eizellspende infrage kommt.

Eine einzelne Eizelle aus klarem Glas mit sanft leuchtendem Kern auf hellem Grund
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Was ändert sich beim Kinderwunsch ab 40?

Ab 40 nehmen sowohl die Zahl als auch die Qualität der Eizellen ab.

Der Vorrat an Eizellen wird vor der Geburt angelegt und nimmt das ganze Leben ab. Mit den Jahren steigt zudem der Anteil der Eizellen mit einer Fehlverteilung der Chromosomen. Diese Fehler sind der Hauptgrund, warum es seltener zu einer Schwangerschaft kommt und warum Fehlgeburten häufiger werden.

Zwei Begriffe gehen dabei oft durcheinander. Die Eizellreserve beschreibt, wie viele Eibläschen noch in den Eierstöcken heranreifen können. Die Eizellqualität beschreibt, ob eine Eizelle ein gesundes Erbgut mitbringt. Die Reserve lässt sich schätzen, die Qualität nicht messen. Für die Qualität bleibt das Alter der wichtigste Faktor.

Eizellreserve und Eizellqualität Links ein Eierstock aus Glas mit mehreren Eibläschen, rechts eine einzelne Eizelle aus Glas
Die Reserve lässt sich schätzen, die Qualität nicht messen. Links die Eibläschen im Eierstock, rechts eine einzelne Eizelle: Ob sie ein gesundes Erbgut mitbringt, hängt vor allem vom Alter ab.
Gut zu wissen

Der AMH-Wert ist ein Planungswert für die Eizellreserve. Er zeigt, wie die Eierstöcke voraussichtlich auf eine Stimulation ansprechen. Ein Fruchtbarkeitstest ist er nicht: Ob Sie schwanger werden und wie gut Ihre Eizellen sind, sagt er nicht voraus.

Wie sich Fruchtbarkeit und Risiken über die Jahre verändern, mit Zahlen und Studien, erklärt unser Ratgeber Kinderwunsch ab 35: Chancen und Risiken. Diese Seite beantwortet die Frage, was Sie ab 40 konkret tun können.

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Wann sollten Sie mit 40 zur Abklärung kommen?

Mit 40 oder älter sollten Sie nicht abwarten, sondern sich gleich beraten lassen, sobald Sie schwanger werden möchten.

Jüngeren Paaren raten Fachleute, eine Zeit lang selbst zu probieren. Ab 40 kostet dieses Warten wertvolle Monate, weil die Eizellqualität mit jedem Jahr weiter abnimmt. Bestehen bekannte Risiken wie Endometriose, frühere Fehlgeburten oder Operationen an den Eierstöcken, gilt das umso mehr.

Die Abklärung auf einen Blick
  1. 01Erstgespräch Vorhandene Unterlagen mitbringen, in der Klinik oder per Video
  2. 02Eizellreserve schätzen AMH-Wert aus dem Blut, Eibläschen im Ultraschall
  3. 03Partner und Eileiter Spermiogramm, bei Bedarf HyCoSy
  4. 04Plan Welche Behandlung infrage kommt und wie viel Zeit wir einplanen
Nicht abwarten, sondern gleich beraten lassen. Mit den Befunden besprechen wir, welche Behandlung für Sie infrage kommt.
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Erstgespräch

Wir besprechen Ihre Vorgeschichte und bisherige Befunde. Vorhandene Unterlagen bringen Sie mit, das spart Zeit. Das Gespräch ist in der Klinik oder per Video möglich.

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Eizellreserve schätzen

Den AMH-Wert bestimmen wir aus dem Blut, die Zahl der kleinen Eibläschen sehen wir im Ultraschall. Beide Werte beurteilen wir gemeinsam mit Ihrem Alter.

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Partner und Eileiter

Beim Partner gehört ein Spermiogramm dazu. Ob die Eileiter durchgängig sind, prüfen wir bei Bedarf mit einer HyCoSy.

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Plan

Mit den Befunden besprechen wir, welche Behandlung für Sie infrage kommt und wie viel Zeit wir dafür einplanen.

Einen Termin für die Abklärung bekommen Sie zeitnah, ohne lange Wartezeit.

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Welche Behandlung kommt ab 40 infrage?

Ab 40 ist meist eine IVF oder ICSI mit eigenen Eizellen der erste Behandlungsweg, solange die Befunde dafür sprechen.

Eine feste Altersgrenze für die Behandlung mit eigenen Eizellen nennt das Fortpflanzungsmedizingesetz nicht. Welche Methode passt, entscheiden wir nicht allein nach dem Alter. Es zählen die Dauer des Kinderwunsches, die Eizellreserve, die Eileiter und das Spermiogramm.

  1. 01IVF: Nach einer Hormonbehandlung entnehmen wir mehrere Eizellen und bringen sie im Labor mit den Spermien zusammen. Ein Embryo wird danach in die Gebärmutter übertragen.
  2. 02ICSI: Ist die Spermienqualität eingeschränkt, bringen wir ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle ein.
  3. 03Insemination: Ob Sie es zuerst selbst versuchen, eine Insemination oder eine IVF machen, entscheiden die Befunde von Ihnen beiden, nicht das Alter allein.

Für Frauen mit geringer Eizellreserve fragen viele nach einer IVF mit wenig Hormonen. Diesen modifizierten natürlichen Zyklus bieten wir ohne Alters- oder AMH-Grenze an. Was dahinter steckt, erklärt die Seite IVF im natürlichen Zyklus.

Genetische Untersuchung der Embryonen (PGT-A)

Viele Frauen ab 40 fragen nach einer genetischen Untersuchung der Embryonen vor dem Transfer, kurz PGT-A. In Österreich ist sie nur in gesetzlich festgelegten Fällen erlaubt: nach drei oder mehr erfolglosen Transfers, wenn eine genetische Ursache anzunehmen ist, oder nach mindestens drei Fehl- oder Totgeburten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit genetisch bedingt waren. Auch eine bekannte Erbanlage eines Elternteils kann die Untersuchung erlauben. Das Alter allein ist kein zulässiger Grund. Die Untersuchung verbessert auch nicht die Eizellen. Sie gibt Hinweise darauf, welche Embryonen chromosomal auffällig sind, und ihr Ergebnis ist nicht in jedem Fall eindeutig. Für Frauen ab 39 fehlen dazu belastbare Studien. Die Biopsie und die genetische Analyse trägt der IVF-Fonds nicht.

Wie stehen meine Chancen?

Ihre Chancen hängen von Ihrem Alter und Ihren Befunden ab, eine pauschale Zahl führt in die Irre. Eine Einschätzung mit Bezugsgröße gibt unser IVF-Erfolgsrechner. Im Gespräch ordnen wir das Ergebnis für Ihre Lage ein.

Sie möchten wissen, welcher Weg bei Ihren Befunden sinnvoll ist? Im Erstgespräch planen wir mit Ihnen die nächsten Monate.

Erstgespräch vereinbaren
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Eizellspende ab 40: bis zu welchem Alter?

Eine Eizellspende ist in Österreich möglich, solange die empfangende Frau zu Behandlungsbeginn das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

So regelt es § 3 Absatz 3 des Fortpflanzungsmedizingesetzes. Dazu kommt eine medizinische Voraussetzung: Nach ärztlicher Beurteilung ist eine Schwangerschaft mit eigenen Eizellen nicht mehr zu erwarten. Die Spenderin muss zwischen dem vollendeten 18. und dem vollendeten 30. Lebensjahr alt sein.

Wir führen die Eizellspende ausschließlich als gerichtete Spende durch: Sie bringen eine Spenderin aus Ihrem persönlichen Umfeld mit, etwa eine Schwester oder eine Freundin. Ein eigenes Spenderinnen-Programm bieten wir nicht an. Eine Spenderin zu vermitteln, verbietet uns das Gesetz. Die Spende darf nicht gegen Entgelt erfolgen, ersetzt werden dürfen nur nachgewiesene Barauslagen.

Wichtig

Weil die Altersgrenze an den Behandlungsbeginn anknüpft, lohnt es sich, die Frage nach einer Eizellspende früh mitzudenken. Sprechen Sie uns darauf an, auch wenn Sie zuerst mit eigenen Eizellen behandelt werden möchten.

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Zahlt der IVF-Fonds ab 40?

Der IVF-Fonds fördert eine IVF nur, wenn die Frau das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Maßgeblich ist das Alter zum Beginn des Versuchs, nicht zur Anmeldung (§ 4 Absatz 4 IVF-Fonds-Gesetz). Als Beginn zählt der Tag, an dem Ihnen zum ersten Mal Arzneimittel für den Versuch verordnet oder verabreicht werden. Beim Partner liegt die Grenze beim vollendeten 50. Lebensjahr.

IVF-Fonds, Frau
unter 40
Alter zum Beginn des Versuchs
IVF-Fonds, Partner
unter 50
bis zum vollendeten 50. Lebensjahr
Eizellspende
unter 45
bei Behandlungsbeginn, § 3 FMedG
Wenn die Altersgrenze näher rückt

Sind Sie kurz vor 40, sprechen Sie uns früh an. Dann planen wir den Beginn des Versuchs so, dass er noch vor Ihrem Geburtstag liegt, wenn die Befunde es zulassen.

Greift der Fonds, übernimmt er 70 % des Fondstarifs, Sie tragen die restlichen 30 % des Fondstarifs. Leistungen außerhalb des Tarifs kommen dazu, weshalb Ihr Anteil an den Gesamtkosten über 30 % liegt. Beginnt der Versuch nach Ihrem 40. Geburtstag, bezahlen Sie die Behandlung selbst. Die Preise finden Sie auf unserer Seite für Privatzahler.

Das gilt auch bei einer Eizellspende: Der IVF-Fonds zahlt nur, wenn die Frau, die das Kind austragen wird, zu Beginn des Versuchs das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (§ 4 Abs. 4 IVF-Fonds-Gesetz).

Die emotionale Seite

Ein Kinderwunsch ab 40 bringt oft Zeitdruck und schwierige Entscheidungen mit sich, etwa die Frage nach einer Eizellspende. Mit dieser Last müssen Sie nicht allein bleiben. Psychologische Unterstützung kann helfen. Wir nennen Ihnen dafür unabhängige Beratungsstellen.

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Weitere Fragen

Was Frauen ab 40 uns vor der Behandlung am häufigsten fragen.

Bin ich mit 40 zu alt für eine Kinderwunschbehandlung?

Nein. Das Fortpflanzungsmedizingesetz nennt für die Behandlung mit eigenen Eizellen keine Altersgrenze. Ob eine Behandlung aussichtsreich ist, beurteilen wir anhand Ihrer Befunde. Der IVF-Fonds fördert allerdings nur bis zum vollendeten 40. Lebensjahr, eine Eizellspende ist bis zum vollendeten 45. Lebensjahr zulässig.

Wie lange sollte ich mit 40 selbst probieren?

Nicht lange. Ab 40 raten wir, sich gleich beraten zu lassen, sobald Sie schwanger werden möchten. Jeder Monat zählt, weil die Eizellqualität mit dem Alter weiter abnimmt.

Sagt mein AMH-Wert, ob ich noch schwanger werden kann?

Nein. Der AMH-Wert gibt einen Hinweis auf die Eizellreserve und darauf, wie Ihre Eierstöcke auf eine Stimulation ansprechen. Über die Qualität der Eizellen und Ihre Chance auf eine Schwangerschaft sagt er nichts Verlässliches aus.

Kann ich meine Embryonen wegen meines Alters genetisch untersuchen lassen?

Nein. In Österreich ist die Untersuchung nur in drei gesetzlich festgelegten Fallgruppen erlaubt. Das Alter allein gehört nicht dazu. Mehr dazu im Ratgeber PGT-A.

Wo in Oberösterreich werden Frauen ab 40 behandelt?

Die Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels behandelt Frauen ab 40 mit IVF und ICSI und führt die gerichtete Eizellspende durch. Die Klinik liegt zwischen Linz und Wels, das Erstgespräch ist auch per Video möglich.

Dr. med. Roman Pavlik, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Dr. med. Roman Pavlik Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels (Oberösterreich) · zuletzt geprüft am 14.10.2026
Kein Rechtsrat

Die rechtlichen Angaben auf dieser Seite geben wieder, wie wir die Rechtslage verstehen und wie wir in Thalheim danach arbeiten. Sie sind keine Rechtsberatung und keine verbindliche Auskunft, sondern ohne Gewähr; verlassen Sie sich im Einzelfall nicht allein darauf, aus ihnen lassen sich keine Ansprüche ableiten. Ob und wie eine Regelung in Ihrem Fall greift, klärt eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt. Über Ihre Behandlung sprechen wir im Erstgespräch.

Ihr nächster Schritt

Sie sind 40 oder älter und möchten ein Kind?

Im Erstgespräch in unserer Kinderwunschklinik in Thalheim bei Wels sehen wir uns Ihre Befunde an und planen mit Ihnen die nächsten Schritte. Sie sind unsicher, ob ein Erstgespräch schon der richtige Schritt ist? Dann buchen Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: ein Anruf, ohne Verpflichtung. Unser Sekretariat erreichen Sie unter +43 7242 22 44 66, Montag bis Freitag 8:00 bis 16:00 Uhr.

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