
Geht eine IVF auch ohne Stimulation der Eierstöcke?
Ja. Bei einer IVF im natürlichen Zyklus nutzen wir meist das einzelne Eibläschen, das in Ihrem eigenen Zyklus heranwächst. Eine Stimulation, bei der mehrere Eibläschen gleichzeitig wachsen sollen, entfällt. In der letzten Reifungsphase kommen bei uns einzelne Medikamente dazu. Für Sie bedeutet das: weniger Medikamente, aber meist auch weniger Eizellen pro Versuch. Ob diese Behandlung für Sie sinnvoll ist, besprechen wir anhand Ihrer Befunde und Ihrer bisherigen Behandlungen.

Die IVF im natürlichen Zyklus kann infrage kommen, wenn von selbst ein Eibläschen heranreift und Sie eine Stimulation möglichst vermeiden möchten. Ob dieser Weg medizinisch sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.
Ein regelmäßiger Zyklus ist ein erster Anhaltspunkt. Mit Ultraschall und gegebenenfalls einer Hormonanalyse beurteilen wir, ob ein Eibläschen heranreift. Ein einzelner Befund zeigt nicht, dass in jedem Monat ein Eisprung stattfindet. Bei der Beratung geht es unter anderem um diese Situationen:
Der AMH-Wert hilft, die Eizellreserve und die mögliche Reaktion auf eine Stimulation einzuschätzen. Er sagt nicht zuverlässig voraus, ob Sie ohne Behandlung schwanger werden. Unser AMH-Rechner hilft bei der Einordnung nach Alter, ersetzt aber keine persönliche Beratung.
Wir beobachten das Eibläschen im Ultraschall und planen die Entnahme vor dem Eisprung. Wird eine geeignete Eizelle gewonnen, versuchen wir, sie im Labor zu befruchten.
Die weiteren Schritte im Labor entsprechen grundsätzlich denen einer IVF mit Stimulation. Der Unterschied liegt vor allem in der Vorbereitung und der meist geringeren Zahl an Eizellen. Ein Versuch erreicht nicht immer alle Schritte bis zum Embryotransfer.
Das Eibläschen wächstUltraschall, noch ohne Spritzen
Meist 2 Tage MedikamenteGnRH-Antagonist und hMG, dann hCG
EizellentnahmeEin Eibläschen, ein kurzer Eingriff
Befruchtung im LaborIVF oder ICSI, der Embryo entwickelt sich
Transfer und TestSchwangerschaftstest zu Hause oder bei unsIm Erstgespräch in Thalheim bei Wels besprechen wir Ihren Zyklus und Ihre bisherigen Behandlungen. Dazu kommen die vorhandenen Ultraschall- und Hormonbefunde sowie beim Partner das Spermiogramm. Bringen Sie vorhandene Befunde und Ihre Medikamentenliste mit. Sie müssen nicht erst alle Unterlagen zusammenhaben, bevor Sie einen Termin vereinbaren.
In der ersten Zyklushälfte kontrollieren wir per Ultraschall, wie das führende Eibläschen wächst. Bei Bedarf kommen Blutuntersuchungen dazu. Die Kontrollen helfen uns, den Zeitpunkt für die Entnahme zu bestimmen. Fragen Sie vor Beginn, wann Sie sich bei Einsetzen der Periode melden sollen.
Wir arbeiten im modifizierten natürlichen Zyklus. Ist das Eibläschen groß genug, bekommen Sie meist zwei Tage lang zwei Medikamente: einen GnRH-Antagonisten, der einen vorzeitigen Eisprung verhindern soll, und hMG, das das Eibläschen in der letzten Reifungsphase unterstützt. Wie lange, richtet sich nach der Größe des Eibläschens. Danach lösen wir die letzte Eizellreifung mit einer Spritze hCG aus und legen die Entnahme fest.
Ganz ausschließen lässt sich ein vorzeitiger Eisprung nicht. Er kann die Entnahme verhindern. Deshalb können Termine auch kurzfristig nötig werden.
Bei der Entnahme wird das Eibläschen mit einer feinen Nadel punktiert. Dabei versuchen wir, die Eizelle zu gewinnen. Nicht in jedem Eibläschen findet sich eine geeignete Eizelle. Weil nur ein Eibläschen punktiert wird, ist eine Sedierung mit Propofol möglich, aber nicht zwingend nötig. Ob Sie sie möchten, besprechen wir vorher mit Ihnen.
Wird eine geeignete Eizelle gewonnen, versuchen wir im Labor die Befruchtung. Bei einer klassischen IVF wird sie mit aufbereiteten Spermien zusammengebracht. Bei einer ICSI wird ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle eingebracht. Welche Methode passt, hängt von den Befunden und gegebenenfalls früheren Befruchtungsergebnissen ab.
Entwickelt sich ein geeigneter Embryo, kann er in die Gebärmutter übertragen werden. Nach der Entnahme bekommen Sie in der Regel Progesteron als Vaginalzäpfchen. Es unterstützt die Gebärmutterschleimhaut in der zweiten Zyklushälfte. Den Schwangerschaftstest machen Sie zu Hause oder bei uns, den genauen Testtag teilen wir Ihnen mit. Melden Sie uns das Ergebnis auch dann, wenn es negativ ist. Ändern oder beenden Sie Medikamente nur nach Ihrem Plan oder nach Rücksprache.
Kontrollen und Entnahme können kurzfristig nötig werden. Sprechen Sie feste Arbeitszeiten oder Dienstreisen früh an. Fragen Sie vor der Entnahme nach Begleitperson, Heimfahrt und möglichen Einschränkungen durch die Betäubung. Medikamente bitte zu den vereinbarten Zeiten anwenden.
Wie sich die Schritte einer IVF über die Wochen verteilen, beschreibt unser Ratgeber IVF-Ablauf Schritt für Schritt. Was im modifizierten natürlichen Zyklus genau passiert und was die Studien zeigen, lesen Sie im Ratgeber IVF im modifizierten natürlichen Zyklus.
Im natürlichen Zyklus nutzen wir meist ein Eibläschen, das von selbst heranwächst. Bei der stimulierten IVF sollen mehrere Eibläschen gleichzeitig wachsen. Dadurch können mehrere Eizellen für die Befruchtung zur Verfügung stehen.
Wie die Stimulation abläuft und welche Protokolle es dafür gibt, erklären diese Seiten:
Welche Wirkstoffe eingesetzt werden und wie die Stimulation abläuft.
RatgeberZwei Wege, einen vorzeitigen Eisprung während der Stimulation zu verhindern.
RatgeberStimulationsprotokolle bei geringer Eizellreserve im Überblick.
Der wichtigste Vorteil der IVF im natürlichen Zyklus ist der geringere Medikamenteneinsatz. Dem steht gegenüber, dass meist nur eine Eizelle gewonnen werden kann. Ein Versuch kann deshalb ohne Embryotransfer enden.
Weniger Medikamente bedeuten nicht automatisch weniger Belastung insgesamt. Kontrollen, eine mögliche Entnahme und die Zeit für weitere Versuche gehören ebenfalls zur Entscheidung. Ob diese Abwägung für Sie passt, besprechen wir vor Beginn.
Meist steht höchstens eine Eizelle für die Befruchtung zur Verfügung. Wird keine geeignete Eizelle gewonnen, bleibt die Befruchtung aus oder entwickelt sich kein geeigneter Embryo, ist kein Transfer möglich. Zusätzliche Embryonen zum Einfrieren entstehen in der Regel nicht.
Ein vorzeitiger Eisprung kann verhindern, dass die Eizelle entnommen wird. Auch bei einer Entnahme wird nicht immer eine geeignete Eizelle gewonnen. Dann endet der Versuch vor der Befruchtung. Welche Folgen das für den nächsten Zyklus und die Kosten hat, klären wir mit Ihnen.
Mit mehreren Eizellen gibt es in einem stimulierten Zyklus mehr Möglichkeiten für die Befruchtung. Im natürlichen Zyklus können weitere Entnahmen nötig sein, wenn keine Schwangerschaft entsteht. Vor Beginn vereinbaren wir deshalb, wann wir den Verlauf neu beurteilen. Dabei zählen auch Ihr Alter und die Zeit, die Sie investieren möchten.
Die Entnahme bleibt ein medizinischer Eingriff. Blutungen und Infektionen sind möglich. Auch Beschwerden oder Belastungen durch eine Betäubung müssen berücksichtigt werden. Weniger Medikamente machen die Behandlung nicht risikofrei. Eine entstandene Schwangerschaft wird wie nach anderen IVF-Behandlungen kontrolliert. Was die Studien zu den Aussichten zeigen, fasst unser Ratgeber IVF im modifizierten natürlichen Zyklus zusammen.
Sie überlegen, ob der natürliche Zyklus für Sie in Frage kommt? Im Erstgespräch wägen wir das anhand Ihrer Befunde mit Ihnen ab.
Erstgespräch vereinbarenNatürlicher Zyklus, modifizierter natürlicher Zyklus und milde Stimulation beschreiben unterschiedliche Behandlungsformen. Entscheidend ist für Sie, welche Medikamente geplant sind und wie viele Eizellen voraussichtlich gewonnen werden können.
Die folgende Einteilung folgt einem Vorschlag der internationalen Fachgesellschaft für schonende Behandlungswege. In der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik bieten wir den modifizierten natürlichen Zyklus an, den streng natürlichen Zyklus ganz ohne Medikamente nicht.
Im streng natürlichen Zyklus wächst das Eibläschen ohne Medikamente heran. Auch der Zeitpunkt der Entnahme orientiert sich am körpereigenen Ablauf. Wird etwa eine hCG-Auslösespritze eingesetzt, zählt dies nach dieser Einteilung bereits zum modifizierten natürlichen Zyklus. Diesen Weg bieten wir nicht an.
Auch hier wächst zunächst das Eibläschen des eigenen Zyklus heran. Einzelne Medikamente ergänzen den Ablauf. Bei uns sind das in der Regel an zwei Tagen ein GnRH-Antagonist gegen den vorzeitigen Eisprung und hMG zur Unterstützung des Eibläschens, danach die hCG-Auslösung. Das erleichtert die Planung, kann einen Abbruch aber nicht sicher verhindern.
Hier sollen durch Medikamente mehrere Eibläschen heranwachsen. Dafür werden zum Beispiel niedrigere Hormondosen oder Tabletten verwendet. Die milde Stimulation unterscheidet sich damit vom natürlichen Zyklus, der meist auf ein einzelnes Eibläschen ausgerichtet ist. Wie die Stimulation bei uns abläuft, beschreibt die Seite Hormonbehandlung.
Was Paare uns zur IVF im natürlichen Zyklus am häufigsten fragen.
Dabei nutzen wir meist das einzelne Eibläschen, das im eigenen Zyklus heranwächst. Eine Stimulation mehrerer Eibläschen entfällt. Wenn eine geeignete Eizelle gewonnen und befruchtet wird und sich ein geeigneter Embryo entwickelt, ist ein Transfer möglich. In der letzten Reifungsphase kommen bei uns einzelne Medikamente hinzu.
Den Preis für eine IVF oder ICSI im modifizierten natürlichen Zyklus finden Sie auf unserer Seite für Privatzahler unter „IVF im Spontanzyklus, ohne Stimulation". Fragen Sie vor Beginn, welche Leistungen und Medikamente enthalten sind und welche Kosten entstehen, wenn der Versuch vorzeitig endet. Weniger Medikamente bedeuten nicht automatisch geringere Gesamtkosten über mehrere Versuche.
Ob gerade diese Behandlungsform in Ihrer Situation gefördert wird und wie ein abgebrochener Versuch zählt, klären wir vor Beginn. Allgemeine Voraussetzungen erklärt unsere Seite zum IVF-Fonds. Der IVF-Fonds-Check bietet eine erste Orientierung, bestätigt aber nicht die Förderung dieser einzelnen Behandlungsform.
Eine feste Zahl passt nicht für alle Paare. Vor Beginn besprechen wir einen Rahmen anhand Ihrer Befunde und Ihres Alters. Nach jedem Versuch prüfen wir, ob ein weiterer natürlicher Zyklus sinnvoll ist oder ob wir eine andere Behandlung empfehlen.
Ja, ein späterer Wechsel ist grundsätzlich möglich, wenn eine Stimulation für Sie infrage kommt. Wie lange wir den natürlichen Zyklus versuchen, besprechen wir vorher. Besonders wenn Zeit eine wichtige Rolle spielt, prüfen wir nach jedem Versuch, ob die Strategie weiter passt.
Die gesamte Behandlung findet in der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels statt, von den Ultraschallkontrollen über die Eizellentnahme bis zum Embryotransfer. Eine Überweisung brauchen Sie dafür nicht.
Im Erstgespräch in unserer Kinderwunschklinik in Thalheim bei Wels besprechen wir Ihre Befunde und Ihre Wünsche zur Behandlung. Gemeinsam wägen wir ab, was für einen natürlichen Zyklus oder eine Stimulation spricht. Dabei berücksichtigen wir auch Termine und die mögliche Zahl weiterer Versuche.
Sie sind unsicher, ob ein Erstgespräch schon der richtige Schritt ist? Dann buchen Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: ein Anruf, ohne Verpflichtung. Lieber gleich sprechen? Rufen Sie uns an: +43 7242 22 44 66.