
Was bedeutet Gelbkörperschwäche?
Der Begriff Gelbkörperschwäche beschreibt den Verdacht, dass die hormonelle Unterstützung in der zweiten Zyklushälfte nicht ausreicht. Ein einzelner Progesteronwert kann diesen Verdacht nicht zuverlässig bestätigen, weil Zeitpunkt und Zyklusverlauf zur Beurteilung gehören.
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Gelbkörperschwäche bezeichnet eine mögliche Störung der Gelbkörperphase nach dem Eisprung.
Die Gelbkörperphase ist die zweite Hälfte des Menstruationszyklus. Der Begriff wird verwendet, wenn der Verdacht besteht, dass diese Phase hormonell nicht ausreichend unterstützt wird. Er ist noch keine Diagnose.
Beschwerden und Zyklusbeobachtungen können Anlass für eine Abklärung sein. Sie reichen allein aber nicht aus, um die Ursache festzulegen.
Nach dem Eisprung entsteht aus dem zurückbleibenden Follikel der Gelbkörper und bildet Progesteron.
Progesteron übernimmt in der zweiten Zyklushälfte eine wichtige hormonelle Rolle. Das Hormon bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Schwangerschaft vor.
Gelbkörper, Progesteron und Gelbkörperphase gehören daher zusammen. Sie sind trotzdem nicht austauschbar: Der Gelbkörper ist die Struktur im Eierstock, Progesteron das Hormon und die Gelbkörperphase der Zeitabschnitt.
Für die Einordnung wird zuerst geprüft, ob ein Progesteronwert zum passenden Zeitpunkt gemessen wurde.
Ein Wert über 3 ng/ml spricht für einen kürzlich erfolgten Eisprung. Er sagt aber nicht, ob die Gelbkörperphase ausreichend ist. Progesteron wird pulsatil ausgeschüttet, deshalb kann ein Einzelwert stark schwanken.
Ob und wann eine weitere Messung sinnvoll ist, hängt vom vermuteten Eisprung und der Fragestellung ab.
Sie möchten den Progesteronwert mit dem Messzeitpunkt einordnen?
Zum Hormonwert-InterpreterDer nächste Schritt ist eine zeitlich passende Einordnung des Zyklus und nicht die Beurteilung einer einzelnen Zahl.
Wir sehen uns Zyklusverlauf, Zeitpunkt des Eisprungs und Hormonbefund gemeinsam an. Welche weitere Untersuchung sinnvoll ist, hängt von dieser Gesamtsicht ab. Eine allgemeine Begriffserklärung kann daraus keine Behandlung ableiten.
Die wichtigste Abgrenzung betrifft die Aussagekraft einer einzelnen Progesteronmessung.
Nein. Ein einzelner Progesteronwert beurteilt die Qualität der Gelbkörperphase nicht zuverlässig. Der Zeitpunkt der Messung muss zuerst geprüft werden.
Nein. Ein ungünstiger Messzeitpunkt ist eine häufige Erklärung. Ein niedriger Wert wird zum passenden Zeitpunkt wiederholt, etwa sieben Tage nach dem vermuteten Eisprung, und erst danach ärztlich eingeordnet.
Die Gelbkörperphase ist die zweite Zyklushälfte nach dem Eisprung. In dieser Zeit bildet der Gelbkörper Progesteron.
Die Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels beurteilt den Verdacht anhand des Zyklusverlaufs und der dazu passenden Befunde.

Im Erstgespräch ordnen wir den Messzeitpunkt und den Zyklusverlauf gemeinsam mit Ihren weiteren Befunden ein.