
Was passiert beim LH-Anstieg im Körper?
Der LH-Anstieg ist das Hormonsignal, das den Eisprung auslöst. Vom Beginn des Anstiegs bis zum Eisprung vergehen meist 24 bis 36 Stunden. Das Signal kündigt den Eisprung also an, statt ihn zu bestätigen.
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Der LH-Anstieg ist ein kurzer, steiler Sprung des luteinisierenden Hormons kurz vor dem Eisprung.
LH wird wie FSH in der Hirnanhangsdrüse gebildet. Über den größten Teil des Zyklus bleibt es auf niedrigem Niveau. Ist ein Eibläschen weit genug herangereift, meldet es dies über sein Östradiol an das Gehirn. Darauf antwortet die Hirnanhangsdrüse mit dem Anstieg. Im Englischen heißt er LH-Surge, im Befund steht oft LH-Peak.
Der LH-Anstieg kann kurz sein und wird deshalb zwischen zwei Messungen manchmal verpasst. Genau das macht ihn für die Planung heikel.
Vom Beginn des Anstiegs bis zum Eisprung vergehen meist 24 bis 36 Stunden. Vom höchsten Punkt aus gerechnet sind es eher etwa zehn bis zwölf Stunden.
In dieser Zeit reift die Eizelle im Eibläschen fertig, danach wird sie freigesetzt. Befruchtungsfähig bleibt sie anschließend etwa zwölf bis vierundzwanzig Stunden. Spermien überleben deutlich länger, weshalb die günstigen Tage vor dem Eisprung liegen und nicht danach.
Aus demselben Eibläschen entsteht danach der Gelbkörper, der Progesteron bildet. Der LH-Anstieg ist damit das Startzeichen für den Eisprung und zugleich der Übergang in die zweite Zyklushälfte.
Es gibt drei Wege: den Teststreifen im Urin, die Blutabnahme und den Ultraschall.
Der Ovulationstest weist das Hormon im Urin nach. Wie so ein Test angewendet und gelesen wird, steht auf der eigenen Seite dazu. Im Blut lässt sich LH gemeinsam mit FSH und Östradiol bestimmen, was vor allem in der Abklärung sinnvoll ist. Im Ultraschall wiederum sehen wir nicht das Hormon, sondern die Folge: ob das Eibläschen gesprungen ist. Auch das ist ein indirekter Hinweis, kein Beweis.
In der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels verlassen wir uns bei einer Terminfrage nicht auf den Urintest allein. Beim Zyklusmonitoring verfolgen wir das Eibläschen im Ultraschall und nehmen bei Bedarf Hormonwerte dazu. Das ist der Unterschied zwischen einem angekündigten und einem beobachteten Eisprung.
Ein Anstieg kann auch auftreten, ohne dass eine Eizelle freigesetzt wird. Beim PCO-Syndrom ist das LH-Grundniveau außerdem oft erhöht, sodass Tests wiederholt anschlagen. Ein einzelner auffälliger Zyklus ist noch kein Befund.
Sie möchten wissen, ob und wann Ihr Eisprung stattfindet?
Zum ZyklusmonitoringFür die Familienplanung zählen der Tag des Anstiegs und der folgende Tag.
Weil Spermien mehrere Tage überleben, sind auch die Tage davor sinnvoll. Bleibt der Anstieg über mehrere Zyklen aus oder lässt er sich nicht deuten, gehört das abgeklärt. Wenn es nach zwölf Monaten nicht klappt, ab fünfunddreißig Jahren nach sechs Monaten, sollten Sie sich beide untersuchen lassen.
Die meisten Rückfragen drehen sich um den Abstand zum Eisprung und darum, was der Anstieg belegt.
Meist 24 bis 36 Stunden nach dem Beginn des Anstiegs. Vom höchsten Punkt aus gerechnet sind es eher etwa zehn bis zwölf Stunden. Der Tag des Anstiegs und der folgende Tag sind deshalb die günstigsten. Weil Spermien mehrere Tage überleben, zählen auch die Tage davor.
Nein. Der Anstieg löst den Eisprung aus, er bestätigt ihn nicht. In seltenen Fällen bleibt der Eisprung trotz Anstieg aus. Ein Zyklusmonitoring im Ultraschall und gegebenenfalls eine Progesteronbestimmung können bestätigen, ob ein Eisprung stattgefunden hat.
Im Alltag werden beide Wörter gleichbedeutend verwendet, gemeint ist aber Verschiedenes. LH-Anstieg ist der Vorgang, LH-Peak sein höchster Punkt. Für den Abstand zum Eisprung macht das einen Unterschied: ab Beginn des Anstiegs sind es meist 24 bis 36 Stunden, ab dem Gipfel eher etwa zehn bis zwölf.
Der Anstieg kann kurz sein und wird deshalb zwischen zwei Messungen manchmal verpasst. Häufiger ist jedoch, dass zu spät im Zyklus mit dem Testen begonnen wurde. Wiederholt es sich über mehrere Zyklen, lohnt die Abklärung.

Im Erstgespräch sehen wir uns Ihren Zyklus gemeinsam an und klären, ob ein Zyklusmonitoring weiterhilft.