Kinderwunschklinik Dr. Pavlik
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Diagnostik

NK-Zellen, Plasmazellen und BCL6

Warum nistet sich der Embryo nicht ein?

In einer kleinen Gewebeprobe aus der Gebärmutterschleimhaut lassen sich mehrere Marker des Immunsystems bestimmen: NK-Zellen (natürliche Killerzellen), Plasmazellen, regulatorische T-Zellen und der Entzündungsmarker BCL6. Nach mehreren erfolglosen Transfers oder wiederholten Fehlgeburten liefern sie zusätzliche Hinweise. Beweisen können sie nicht, warum die Einnistung ausgeblieben ist. Erhöhte Plasmazellen sprechen für eine chronische Entzündung der Gebärmutterschleimhaut, und diese lässt sich in der Regel behandeln.

Immunhistologisch gefaerbter Gewebeschnitt der Gebaermutterschleimhaut
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Wann ist die Untersuchung sinnvoll?

Eine Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut entnehmen wir nicht vor dem ersten Embryotransfer, sondern wenn sich Embryonen wiederholt nicht einnisten oder mehrere Fehlgeburten aufgetreten sind.

Anlass ist fast immer die Vorgeschichte, nicht ein Symptom. Auffällige Werte verursachen keine Beschwerden und fallen nur bei einer gezielten Untersuchung auf. Vier Situationen sprechen für die Abklärung:

  1. 01Wiederholte Fehlgeburten, für die sich in der Basisabklärung keine Ursache gefunden hat.
  2. 02Mehrere erfolglose Embryotransfers im Rahmen einer IVF oder ICSI, wenn die bisherigen Behandlungen ausgewertet sind und keine ausreichende Erklärung ergeben haben.
  3. 03Verdacht auf eine chronisch entzündete Gebärmutterschleimhaut (Endometritis), etwa bei Zwischenblutungen, Unterbauchbeschwerden oder auffälligen Vorbefunden.
  4. 04Als ergänzender Hinweis im Rahmen der Abklärung wiederholt ausbleibender Einnistung. Zur Diagnose einer Endometriose ist die Gewebeprobe nicht geeignet; die ESHRE-Leitlinie rät davon ausdrücklich ab.

Vor der Gewebeentnahme prüfen wir, ob das Ergebnis eine Konsequenz für Ihre weitere Behandlung hätte. Dabei sehen wir uns auch Ihr Alter an, dazu die Entwicklung der Embryonen, die Gebärmutterhöhle, den Schleimhautaufbau, die Progesterongabe und Hinweise auf eine Endometriose.

Vier Marker, verschiedene Fragen

Die Marker beantworten nicht dieselbe Frage. Plasmazellen betreffen eine mögliche chronische Entzündung, NK-Zellen und regulatorische T-Zellen die Immunlage bei der Einnistung, BCL6 eine mögliche Entzündung oder Endometriose. Wir befunden jeden Marker getrennt.

Wichtig

Mehrere erfolglose Transfers bedeuten nicht automatisch, dass das Immunsystem beteiligt ist. Häufig liegt es am Embryo selbst, meist an Veränderungen der Chromosomen.

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Wie Sie sich vorbereiten

Die Untersuchung braucht wenig Vorbereitung. Entscheidend ist der Zeitpunkt im Zyklus.

Bestimmen wir NK-Zellen, regulatorische T-Zellen und BCL6 gemeinsam, entnehmen wir die Probe in der zweiten Zyklushälfte. Unser Partnerlabor empfiehlt dafür meist den fünften bis zehnten Tag nach dem Eisprung. Plasmazellen lassen sich auch zu anderen Zeitpunkten beurteilen. Bei einer kombinierten Analyse richtet sich der Termin nach den zyklusabhängigen Markern.

  1. 01Zeitpunkt: zweite Zyklushälfte, meist der fünfte bis zehnte Tag nach dem Eisprung.
  2. 02Keine Schwangerschaft: Vor der Entnahme muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein. Ob Sie im Zyklus der Biopsie verhüten sollten, besprechen wir vorher mit Ihnen.
  3. 03Keine akute Infektion: Bei Hinweisen auf eine Infektion verschieben wir die Gewebeentnahme.
  4. 04Vorbefunde mitbringen: Frühere Befunde und Unterlagen bisheriger Behandlungen helfen uns beim Einordnen, auch Operationsberichte.
  5. 05Schmerzmittel: Ob vorab ein Schmerzmittel sinnvoll ist, klären wir im Gespräch.
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Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Marker der Gebärmutterschleimhaut untersuchen wir in drei Schritten: erst die Gewebeentnahme, dann die Analyse im Labor, zuletzt die Befundbesprechung.

Die Gewebeprobe entnehmen wir ambulant in der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels. Der Eingriff dauert wenige Minuten und braucht normalerweise keine Narkose.

Feine Pipette über dem Muttermund, die Entnahmestelle in der Schleimhaut ist markiert
Über den Muttermund entnehmen wir eine kleine Probe der Gebärmutterschleimhaut.
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Gewebeentnahme

Über den Gebärmutterhals führen wir einen dünnen Katheter in die Gebärmutterhöhle und entnehmen eine kleine Probe der Schleimhaut. Die meisten Frauen empfinden dabei ein Ziehen ähnlich Regelschmerzen, das kurz stärker werden kann und danach rasch nachlässt. Nach unserer Erfahrung wird die Entnahme gut vertragen. Danach sind leichte Unterbauchbeschwerden oder eine geringe Blutung möglich, die meist rasch abklingen.

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Analyse im Speziallabor

Die Probe geht an ein spezialisiertes Partnerlabor. Dort färbt das Labor die gesuchten Zellen und Marker im Gewebeschnitt an: CD56 für die uterinen NK-Zellen, CD138 für die Plasmazellen, FOXP3 für die regulatorischen T-Zellen und BCL6 als Entzündungsmarker. Gemessen wird vor allem, wie häufig diese Zellen im Gewebe vorkommen. Wie aktiv das Immunsystem insgesamt ist, lässt sich mit diesen Färbungen nicht bestimmen.

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Befundbesprechung

Der Befund liegt in der Regel nach zwei bis drei Wochen vor. Sobald er vollständig ist, besprechen wir jeden Marker einzeln mit Ihnen, dazu seine Aussagekraft und mögliche Konsequenzen.

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Was die Befunde bedeuten

Die vier Marker der Gebärmutterschleimhaut beantworten verschiedene Fragen und sind unterschiedlich gut belegt.

Alle vier zeigen Zellen oder Eiweiße in der Gebärmutterschleimhaut. Sie stehen aber für getrennte Fragestellungen und werden deshalb auch getrennt beurteilt.

Plasmazellen (CD138): Hinweis auf eine chronische Endometritis

Plasmazellen sind Immunzellen, die Antikörper bilden. Finden sich vermehrt Plasmazellen in der Gebärmutterschleimhaut, kann das für eine chronische Entzündung sprechen, die chronische Endometritis. Diese Entzündung verläuft oft unbemerkt und kann die Einnistung stören. Möglich sind aber auch Zwischenblutungen, Unterbauchschmerzen oder auffälliger Ausfluss. Einheitliche Grenzwerte, ein einheitlicher Probenzeitpunkt und verbindliche Standards der Auswertung fehlen allerdings noch. Wir beurteilen den Befund deshalb immer zusammen mit Ihrer Vorgeschichte, möglichen Beschwerden und den übrigen Untersuchungen. Welche Rolle das Mikrobiom der Gebärmutter dabei spielt, beschreiben wir in einem eigenen Beitrag.

NK-Zellen (CD56): ein Hinweis, kein Beweis

NK-Zellen, kurz für natürliche Killerzellen, gehören zum angeborenen Immunsystem. In der Gebärmutter helfen sie mit, wenn sich der Embryo einnistet und die Plazenta entsteht. Der Name bedeutet nicht, dass diese Zellen einen Embryo angreifen. Für Zahl, Verteilung und Aktivität der NK-Zellen gibt es bislang keine allgemein anerkannten Grenzwerte. Ein erhöhter Wert beweist deshalb weder eine schädliche Immunreaktion noch die Ursache eines erfolglosen Transfers. Umgekehrt schließt ein unauffälliger Wert eine immunologische Beteiligung nicht sicher aus. Ein erhöhter NK-Wert begründet für sich genommen noch keine Behandlung.

Regulatorische T-Zellen (FOXP3): Regulation der Immunantwort

Regulatorische T-Zellen, kurz Treg-Zellen, begrenzen Immunreaktionen und tragen dazu bei, dass der Körper den Embryo toleriert. Im Labor macht sie der Marker FOXP3 sichtbar. Veränderte Treg-Zellzahlen werden bei Einnistungsstörungen, bei Fehlgeburten und bei Endometriose wissenschaftlich untersucht. FOXP3 ist aber kein Test auf Endometriose. Es fehlen standardisierte Grenzwerte und Studien, die zeigen, dass eine an FOXP3 ausgerichtete Behandlung die Rate an Lebendgeburten verbessert.

BCL6: möglicher Hinweis auf Endometriose und Progesteronresistenz

BCL6 ist ein Eiweiß, das Entzündungs- und Zellvorgänge mitsteuert. Eine erhöhte BCL6-Ausprägung in der Gebärmutterschleimhaut wird mit Endometriose in Verbindung gebracht, ebenso mit örtlichen Entzündungsvorgängen und damit, dass Progesteron schwächer wirkt. Eine gesicherte Diagnose ist ein auffälliger BCL6-Befund damit nicht. Auch andere Einflüsse verändern die Ausprägung, und ein unauffälliger Befund schließt eine Endometriose nicht zuverlässig aus. Zeitpunkt der Entnahme und hormonelle Vorbereitung wirken sich ebenfalls auf das Ergebnis aus. In ausgewählten Situationen liefert die Untersuchung deshalb einen zusätzlichen Hinweis. Sie ersetzt weder das ausführliche Gespräch über Ihre Beschwerden noch einen spezialisierten Ultraschall und gegebenenfalls eine operative Abklärung.

Abgrenzung zur Adenomyose

Weder BCL6 noch FOXP3 sind verlässliche Tests auf eine Adenomyose. Diese betrifft die Muskelwand der Gebärmutter und wird in erster Linie im spezialisierten vaginalen Ultraschall beurteilt. In unklaren Fällen kann eine Magnetresonanztomographie ergänzen.

Wie sicher sind die Ergebnisse?

Die europäische Fachgesellschaft ESHRE empfiehlt die NK-Zell-Bestimmung bei wiederholtem Einnistungsversagen nicht als Standarduntersuchung. Auch immunologische Therapien empfiehlt sie nicht als Routinebehandlung, weil belastbare Studien fehlen. Für BCL6 gibt es bislang weder von ESHRE noch von der amerikanischen Fachgesellschaft ASRM eine Empfehlung als Routineuntersuchung. Besser untersucht ist die chronische Endometritis. Sie lässt sich behandeln, offen sind vor allem einheitliche Kriterien für die Diagnose.

Unsere Linie

Wir setzen diese Untersuchungen nicht als allgemeines Screening ein. Nach mehreren erfolglosen Transfers oder wiederholten Fehlgeburten besprechen wir einzelne Marker im Einzelfall. Vorher klären wir, welche Frage der Befund beantworten soll und was aus einem auffälligen oder unauffälligen Ergebnis folgen würde.

Immunhistologisch gefaerbter Gewebeschnitt mit unauffaelligem Befund
Unauffälliger Befund: NK-Zellen und Plasmazellen im erwarteten Bereich
Gewebeschnitt der Gebärmutterschleimhaut mit deutlich vermehrten angefärbten Zellen
Erhöhter Befund: deutlich mehr angefärbte Zellen im Gewebeschnitt.

Sie haben mehrere erfolglose Transfers oder Fehlgeburten hinter sich? Im Erstgespräch klären wir, ob eine Gewebeprobe aus der Gebärmutterschleimhaut Ihnen weiterhilft.

Erstgespräch vereinbaren
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Was nach dem Befund kommt

Was aus dem Befund folgt, hängt davon ab, welcher Marker auffällig ist.

Sind alle Werte unauffällig, ist eine immunologische Ursache unwahrscheinlicher, und wir suchen gegebenenfalls an anderer Stelle weiter. Bei auffälligen Werten richtet sich das weitere Vorgehen nach dem Befund und nach Ihrer Vorgeschichte.

Antibiotika bei vermehrten Plasmazellen

Bestätigt sich der Verdacht auf eine chronische Endometritis, lässt sie sich in der Regel mit Antibiotika behandeln, meist über ein bis zwei Wochen. Auswahl und Dauer richten sich nach dem Befund, nach Ihrer Vorgeschichte und nach möglichen Erregern. Ob anschließend eine Kontrollbiopsie sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam. Bei einem minimalen oder unklaren Befund beginnen wir keine Antibiotikatherapie: Sie kann Nebenwirkungen verursachen und Resistenzen fördern. Magenbeschwerden sind möglich, insgesamt ist die Behandlung gut verträglich.

Bei auffälligen NK- oder Treg-Zellen

Für auffällige NK- oder FOXP3-Befunde gibt es keine anerkannte Standardtherapie. Immunmodulierende Behandlungen wie Glukokortikoide, Intralipid oder Immunglobuline werden untersucht, ihr Nutzen für die Schwangerschafts- und Lebendgeburtenrate ist aber nicht ausreichend belegt. Ein auffälliger Zellwert führt deshalb nicht automatisch zu einer Behandlung. Die Studienlage zu Immunglobulinen bei wiederholtem Einnistungsversagen haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Intralipid ist eine Fettemulsion, die über die Vene verabreicht wird. Sie ist keine zugelassene Standardbehandlung bei erhöhten uterinen NK-Zellen. Vor einem Behandlungsversuch klären wir Sie über die offene Studienlage, über mögliche Risiken und über die Kosten auf. Entscheiden wir uns gemeinsam dafür, beginnen die Infusionen häufig im Zyklus des Embryotransfers. Tritt eine Schwangerschaft ein, werden sie meist alle zwei bis drei Wochen bis etwa zur zwölften Schwangerschaftswoche fortgesetzt. Das genaue Vorgehen legen wir individuell fest. Nebenwirkungen sind selten, möglich sind leichte Kopfschmerzen oder Übelkeit. Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen auf, deshalb müssen wir vorher wissen, ob bei Ihnen Allergien gegen Bestandteile der Infusion bekannt sind.

Steht danach ein Kryotransfer an, legen wir den Zeitpunkt gemeinsam mit Ihnen fest. Welche weiteren Ansätze dabei untersucht werden, beschreibt unser Beitrag zu Prolaktin und Hyaluronsäure nach Kryo-Transfer. Auch zur PRP-Infusion bei wiederholtem Einnistungsversagen haben wir die Datenlage zusammengefasst.

Bei erhöhtem BCL6

Einen erhöhten BCL6-Wert ordnen wir zuerst zusammen mit Ihren Beschwerden, dem Ultraschallbefund und den bisherigen Behandlungen ein. Je nach Situation besprechen wir eine spezialisierte Endometriose-Abklärung, eine weitere Bildgebung oder ein therapeutisches Vorgehen. Kommt eine hormonelle Vorbehandlung infrage, ist das in der Regel eine vorübergehende Ruhigstellung der Eierstöcke mit einem GnRH-Analogon über etwa zwei Monate, wie sie das befundende Labor empfiehlt. Der Transfer folgt danach.

Aus einem auffälligen BCL6-Befund folgt aber weder automatisch eine Bauchspiegelung noch eine solche Vorbehandlung. Dass eine an BCL6 ausgerichtete Behandlung die Chancen verbessert, ist bislang nicht ausreichend belegt. Wir besprechen deshalb in Ihrem Fall, was der Befund praktisch bedeutet, bevor wir etwas daraus ableiten.

Welche Risiken hat die Gewebeentnahme?

Die Entnahme ist ein kleiner Eingriff mit geringem Risiko. Möglich sind kurze Krämpfe wie bei der Regelblutung, leichte Blutungen, wässriger Ausfluss und eine vorübergehende Kreislaufreaktion. Selten kommt es zu einer Infektion, sehr selten zu einer Verletzung der Gebärmutter. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie Fieber bekommen, die Unterbauchschmerzen zunehmen, der Ausfluss übel riecht oder die Blutung stärker wird. Solche Verläufe sind selten, und wir klären sie rasch ab.

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Weitere Fragen

Was Paare uns zu Killerzellen und zu den übrigen Markern am häufigsten fragen.

Welche Symptome deuten auf erhöhte Killerzellen hin?

In aller Regel keine. Erhöhte NK-Zellen verursachen keine Beschwerden und fallen nur bei einer gezielten Untersuchung auf. Anlass ist deshalb fast immer eine Vorgeschichte mit wiederholten Fehlgeburten oder mehreren erfolglosen Transfers, nicht ein bestimmtes Symptom. Das gilt ebenso für auffällige Treg-Zellen.

Was bedeuten erhöhte NK-Zellen?

Erhöhte Werte gelten als Hinweis darauf, dass die Immunlage der Gebärmutterschleimhaut an einer erfolglosen Einnistung beteiligt sein könnte. Bewiesen ist dieser Zusammenhang nicht. Ein erhöhter Wert allein begründet deshalb keine Behandlung, sondern ist ein Baustein neben Vorgeschichte und übrigen Befunden.

Sind uterine NK-Zellen schädlich für den Embryo?

Nein. Uterine NK-Zellen gehören natürlicherweise zur Gebärmutterschleimhaut und sind an der frühen Entwicklung der Plazenta beteiligt. Ein erhöhter Messwert beweist nicht, dass diese Zellen einen Embryo angreifen.

Was zeigt der Marker FOXP3?

FOXP3 macht regulatorische T-Zellen im Gewebe sichtbar. Diese Zellen begrenzen Immunreaktionen und unterstützen die Toleranz gegenüber dem Embryo. Der Marker ist nicht spezifisch für Endometriose, Adenomyose oder eine bestimmte Ursache von Einnistungsstörungen.

Kann BCL6 eine Endometriose sicher feststellen?

Nein. Eine erhöhte BCL6-Ausprägung kann ein zusätzlicher Hinweis auf eine Endometriose und auf eine verminderte Wirkung von Progesteron sein. Sie beweist die Erkrankung nicht, und ein normaler Wert schließt eine Endometriose nicht sicher aus.

Kann die Untersuchung eine Adenomyose erkennen?

Nein. Eine Adenomyose betrifft die Muskelwand der Gebärmutter, die Gewebeprobe stammt aus der Schleimhaut. Beurteilt wird sie in erster Linie mit einem spezialisierten vaginalen Ultraschall, in ausgewählten Fällen mit einer Magnetresonanztomographie.

Lassen sich mehrere Marker aus einer Probe bestimmen?

Häufig ja. CD56 und CD138, dazu FOXP3 und BCL6, lassen sich meist aus derselben Gewebeprobe bestimmen. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von der Fragestellung, vom Zykluszeitpunkt und von den Vorgaben des Labors ab.

Wie schmerzhaft ist die Biopsie der Gebärmutterschleimhaut?

Die Entnahme dauert nur wenige Minuten. Die meisten Frauen empfinden ein Ziehen ähnlich Regelschmerzen, das kurz stärker werden kann und danach rasch nachlässt. Nach unserer Erfahrung wird die Untersuchung gut vertragen. Ob vorab ein Schmerzmittel sinnvoll ist, besprechen wir mit Ihnen.

Kann eine Antibiotikatherapie die Plasmazellen langfristig senken?

Heilt die chronisch entzündete Gebärmutterschleimhaut unter der Antibiotikabehandlung ab, geht in der Regel auch die Zahl der Plasmazellen zurück. Ob die Entzündung abgeklungen ist, kann eine Kontrollbiopsie nach der Therapie zeigen. Ob sie nötig ist, besprechen wir individuell.

Was kostet die Untersuchung?

Die Untersuchung ist privat zu bezahlen; die Krankenkasse übernimmt sie nicht. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt davon ab, welche Marker bestimmt werden. Vor der Gewebeentnahme erhalten Sie einen Kostenplan für Entnahme, Laboranalyse und Befundbesprechung. Eine Übersicht über unsere Tarife finden Sie auf der Kostenseite.

Zur ersten Orientierung vor dem Erstgespräch finden Sie unsere Rechner und Tools gesammelt an einer Stelle.

Dr. med. Roman Pavlik, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Dr. med. Roman Pavlik Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels (Oberösterreich) · zuletzt geprüft am 25.08.2026
Ihr nächster Schritt

Sie möchten wissen, ob eine Untersuchung der Gebärmutterschleimhaut für Sie sinnvoll ist?

Im Erstgespräch in unserer Kinderwunschklinik in Thalheim bei Wels sehen wir uns Ihre bisherigen Behandlungen und Befunde gemeinsam an. Danach besprechen wir, ob eine Untersuchung auf CD56, CD138, FOXP3 oder BCL6 in Ihrer Situation eine zusätzliche Information liefert.

Sie sind unsicher, ob ein Erstgespräch schon der richtige Schritt ist? Dann buchen Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: ein Anruf, ohne Verpflichtung. Lieber gleich sprechen? Rufen Sie uns an: +43 7242 22 44 66.

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