
Was ist die Schlüpfhilfe, und wann kommt sie infrage?
Ein Embryo ist in den ersten Tagen von einer Hülle umgeben, der Zona pellucida. Vor der Einnistung muss er sie verlassen. Beim Assisted Hatching wird diese Hülle im Labor mit einem Laser ausgedünnt oder leicht geöffnet. Es ist eine Zusatzoption und kein Bestandteil unserer Behandlung. Wir sprechen sie nur an, wenn es dafür einen Anlass gibt.
Die Hülle des Embryos wird mit einem Laser an einer Stelle ausgedünnt oder geöffnet, kurz bevor er in die Gebärmutter übertragen wird. Der Embryo selbst wird dabei nicht berührt.
Der Ablauf unterscheidet sich bis dahin nicht von einer gewöhnlichen Behandlung:
Für Sie ändert sich am Ablauf nichts. Die Maßnahme findet im Labor statt und dauert nur wenige Augenblicke.
Nicht bei jeder Behandlung, und nie stillschweigend als Teil eines Pakets. Es gibt zwei Situationen, in denen das Thema überhaupt aufkommt.
Eine feste Altersgrenze gibt es bei uns nicht. Ältere Darstellungen nennen häufig fünfunddreißig Jahre als Schwelle. Dafür gibt es keine belastbare Grundlage, und die vorliegenden Auswertungen sprechen eher dagegen, dass ältere Patientinnen von der Maßnahme profitieren.
Ob es in Ihrem Fall zur Sprache kommt, ergibt sich aus dem Verlauf Ihrer Behandlung und aus dem, was das Labor an den Embryonen sieht. Die Entscheidung fällt kurz vor dem Transfer, und sie liegt bei Ihnen.
Wir halten es für richtig, Ihnen die Studienlage offen zu nennen, auch wenn sie uneindeutig ist. Sie sollen wissen, worauf Sie sich einlassen.
Der Gedanke hinter dem Verfahren ist einleuchtend: Der Embryo muss vor der Einnistung aus seiner Hülle schlüpfen, und wir können ihm diesen Schritt erleichtern. Ob das am Ende zu mehr Geburten führt, ist damit aber noch nicht gesagt.
| Frage | Was die Datenlage hergibt |
|---|---|
| Führt es zu mehr Geburten? | Das ist nicht nachgewiesen. Die Zusammenstellung aller Studien durch die Cochrane Collaboration kommt zu keinem eindeutigen Ergebnis. Ein Nutzen ist damit nicht ausgeschlossen, er ließ sich bisher aber nicht zeigen. |
| Hilft es nach mehreren erfolglosen Übertragungen? | Eine große Studie aus den Niederlanden hat genau das untersucht und keinen Unterschied gefunden. |
| Hilft es bei aufgetauten Embryonen? | Eine italienische Studie mit knapp siebenhundert Patientinnen fand auch hier keinen Unterschied. |
| Gibt es einen Nachteil? | Einen: Die Rate an Mehrlingsschwangerschaften ist in den Studien leicht erhöht. Wir übertragen ohnehin bevorzugt einen einzelnen Embryo. |
Die ESHRE, der europäische Fachverband für Reproduktionsmedizin, hat 2023 eine Empfehlung zu Zusatzleistungen in der Kinderwunschbehandlung veröffentlicht. Darin rät sie davon ab, Assisted Hatching allen Patientinnen anzubieten.
Im selben Dokument hält die ESHRE zwei Dinge fest, die dazugehören: Ihre Empfehlungen setzen ausdrücklich keinen Behandlungsstandard und ersetzen nicht die ärztliche Beurteilung des Einzelfalls. Und von den zweiundvierzig Empfehlungen des Dokuments beruht keine einzige auf hochwertiger Evidenz, weil es in diesem Feld kaum große und gut gemachte Studien gibt.
Kritisiert wird also der routinemäßige Einsatz bei allen Patientinnen. Genau den machen wir nicht.
Wie wir damit umgehen:
Sie möchten wissen, ob das in Ihrer Situation überhaupt eine Rolle spielt?
Erstgespräch vereinbarenSchlüpfhilfe. Der Embryo muss vor der Einnistung seine Hülle verlassen, und beim Assisted Hatching wird diese Hülle im Labor ausgedünnt oder geöffnet.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, und wir wollen Ihnen hier nichts versprechen. Ein Nutzen für die Geburtenrate war in Studien bisher nicht nachweisbar, ausgeschlossen ist er aber auch nicht. Sinnvoll kann die Überlegung dort sein, wo es einen konkreten Anlass gibt. Ob der bei Ihnen vorliegt, besprechen wir im Einzelfall.
371 Euro, Stand Juli 2026. Es ist eine Zusatzleistung, im Behandlungspreis nicht enthalten, und der IVF-Fonds übernimmt sie nicht. Einen Überblick über alle Preise finden Sie unter Was eine Behandlung kostet.
Die Hülle wird mit einem Laser bearbeitet, der Embryo selbst wird dabei nicht berührt. Der einzige in Studien gezeigte Nachteil betrifft nicht den Embryo, sondern die Schwangerschaft: Mehrlinge kommen etwas häufiger vor.
Nein. Es ist kein Bestandteil unserer Behandlung und kommt nur zur Sprache, wenn es dafür einen Anlass gibt.
Diese Überlegung liegt nahe, weil sich die Hülle beim Einfrieren und Auftauen verändern kann. Untersucht wurde das an knapp siebenhundert Patientinnen mit aufgetauten Blastozysten, und ein Unterschied bei den Geburten zeigte sich nicht. Wir stellen das Verfahren deshalb nicht als Lösung für aufgetaute Embryonen dar.
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Im Erstgespräch in Thalheim bei Wels sehen wir uns Ihre Vorgeschichte an und besprechen, welche Schritte sinnvoll sind. Über Zusatzleistungen im Labor entscheiden wir nicht vorab, sondern dann, wenn die Behandlung es hergibt.
Sie sind unsicher, ob ein Erstgespräch schon der richtige Schritt ist? Dann buchen Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: ein Anruf, ohne Verpflichtung. Lieber gleich sprechen? Rufen Sie uns an: +43 7242 22 44 66.