
Was ist das Transfermedium, und was bringt es?
EmbryoGlue ist eine Nährlösung, in der der Embryo unmittelbar vor der Übertragung liegt. Sie enthält Hyaluronsäure in hoher Konzentration, einen Stoff, der auch in der Gebärmutter natürlich vorkommt. Von den Zusatzleistungen im Labor ist dies diejenige mit der besten Datenlage. Ein Vorteil ist wahrscheinlich, aber klein und nicht endgültig gesichert.
Der Embryo wird vor dem Transfer in eine Nährlösung mit hoher Hyaluronsäurekonzentration gelegt und mit dieser Lösung übertragen. Am Embryo selbst wird nichts verändert.
Hyaluronsäure ist kein Fremdstoff. Sie kommt in der Gebärmutter und im Eileiter natürlich vor, und ihre Konzentration steigt zum Zeitpunkt der Einnistung an. Der Gedanke hinter dem Medium ist, diesen Zustand nachzubilden.
Für Sie ändert sich am Ablauf nichts. Die Entscheidung fällt kurz vor dem Transfer und muss nicht Wochen vorher getroffen werden.
Beim Embryotransfer nach IVF oder ICSI und ebenso beim Transfer aufgetauter Embryonen. Wir setzen das Medium regelmäßig ein und besprechen es mit Ihnen.
Nicht belegt ist ein besonderer Nutzen bei höherem Alter oder nach mehreren erfolglosen Übertragungen. Beides wird oft behauptet, stammt aber aus Übersichtstexten und nicht aus Auswertungen, die diese Gruppen gezielt untersucht haben. Eine Altersgrenze gibt es bei uns nicht.
Bei den Zusatzleistungen im Labor ist die Beweislage meist dünn. Hier ist sie besser als sonst, und wir sagen Ihnen auch, wo ihre Grenzen liegen.
| Frage | Was die Datenlage hergibt |
|---|---|
| Führt es zu mehr Geburten? | Wahrscheinlich ja, in kleinem Umfang. Die Cochrane Collaboration wertete 2020 sechsundzwanzig Studien mit über sechstausend Teilnehmerinnen aus und fand einen Vorteil bei mittlerer Verlässlichkeit. |
| Wie gross ist der Unterschied? | Klein. Ausgehend von etwa einem Drittel Geburten ohne das Medium lag die Rate mit dem Medium in dieser Auswertung einige Prozentpunkte höher. |
| Ist das endgültig geklärt? | Nein. Die jüngste Auswertung von 2026 kommt zu einem schwächeren Ergebnis, das die statistische Schwelle nicht mehr erreicht. Eine grosse neue Studie läuft derzeit. |
| Gibt es einen Nachteil? | Mehrlingsschwangerschaften kamen in den Studien häufiger vor. Fachlich wird das darauf zurückgeführt, dass dort oft mehr als ein Embryo übertragen wurde. |
Die ESHRE hat 2023 siebenundzwanzig Zusatzleistungen der Kinderwunschmedizin bewertet. Die meisten davon empfiehlt sie nicht. Das hyaluronsäurehaltige Transfermedium gehört zu den wenigen, die sie ausdrücklich empfiehlt.
Sie knüpft daran einen Hinweis, den wir ernst nehmen: Die Rate an Mehrlingsschwangerschaften soll im Blick behalten werden. Wir übertragen deshalb bevorzugt einen einzelnen Embryo. Damit lässt sich der mögliche Vorteil nutzen, ohne das Mehrlingsrisiko in Kauf zu nehmen.
Sie möchten wissen, ob das für Ihren Transfer sinnvoll ist?
Erstgespräch vereinbarenEin Nährmedium für den Embryotransfer mit hoher Hyaluronsäurekonzentration. Der Name führt etwas in die Irre: Geklebt wird nichts. Hyaluronsäure ist zähflüssig und kommt in der Gebärmutter natürlich vor, besonders um den Zeitpunkt der Einnistung.
180 Euro, Stand Oktober 2026. Es ist eine Zusatzleistung, im Behandlungspreis nicht enthalten, und der IVF-Fonds übernimmt sie nicht. Alle Preise im Überblick finden Sie unter Was eine Behandlung kostet.
Nach derzeitigem Kenntnisstand ja. In den Auswertungen zeigten sich keine Hinweise auf Schäden für Mutter oder Kind, und Geburtsgewicht sowie Schwangerschaftsdauer unterschieden sich nicht. Der einzige auffällige Punkt sind die häufigeren Mehrlingsschwangerschaften, denen wir mit dem Transfer eines einzelnen Embryos begegnen.
Nein. Der Embryo wird lediglich kurz vor der Übertragung in dieses Medium umgesetzt. Sie merken davon nichts.
Kurz vor dem Transfer. Eine Vorabfestlegung Wochen im Voraus ist nicht nötig.
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Zum NachlesenPreise mit und ohne IVF-Fonds, und was zusätzlich anfällt
Im Erstgespräch in Thalheim bei Wels sehen wir uns Ihre Vorgeschichte an und besprechen, welche Schritte sinnvoll sind. Über Zusatzleistungen im Labor entscheiden wir nicht vorab, sondern dann, wenn die Behandlung es hergibt.
Sie sind unsicher, ob ein Erstgespräch schon der richtige Schritt ist? Dann buchen Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: ein Anruf, ohne Verpflichtung. Lieber gleich sprechen? Rufen Sie uns an: +43 7242 22 44 66.