Kinderwunschklinik Dr. Pavlik
Krone Gütesiegel IMWF Studie Auszeichnung Top Ambulatorium

29. Juli 2025

Kinderwunsch nach Krebs: Chancen auf Schwangerschaft erhalten – dank moderner Medizin
Zurück zu
Alle Beiträge
Startseite›Ratgeber›Kinderwunsch nach Krebs
Ratgeber

Kinderwunsch nach Krebs: Chancen auf Schwangerschaft erhalten – dank moderner Medizin

Lässt sich die Fruchtbarkeit vor einer Krebstherapie erhalten?

In vielen Fällen ja, aber der Zeitpunkt entscheidet: Maßnahmen zum Fertilitätserhalt greifen vor Beginn der Therapie. Deshalb gehört das Gespräch darüber in die Tage nach der Diagnose, nicht nach der Behandlung. Welche Verfahren es gibt, was die Langzeitdaten zeigen und was bei Brustkrebs besonders gilt, steht weiter unten.

01

Emotionale Belastung: Wenn Krebs und Kinderwunsch aufeinandertreffen

Viele Paare stehen am Beginn ihrer Familienplanung, wenn die Diagnose Krebs dazwischenkommt. Diese Nachricht erschüttert nicht nur den Körper, sondern auch die Seele. Schock, Verwirrung und Sorge breiten sich aus. Was bedeutet die Erkrankung für die eigenen Pläne? Kann der Kinderwunsch überhaupt noch erfüllt werden?

Diese Phase ist geprägt von einer Mischung aus Hoffnung und Unsicherheit. Es ist normal, sich zwischen Angst und Zuversicht hin- und hergerissen zu fühlen. Offene Gespräche, ob mit vertrauten Menschen oder Fachärzten, können dabei Wunder wirken. Sie schenken Halt, klären auf und zeigen Wege auf, die Familie trotz der Erkrankung möglich machen.

02

Medizinische Optionen zur Fruchtbarkeit erhaltenung

01

Aktive Methoden

Die Einfrieren (Einfrieren) von Eizellen, Embryonen oder Eierstockgewebe vor Therapiebeginn sichert die Chance auf eine spätere Schwangerschaft.

02

Passive Schutzmaßnahmen

Die Gabe von GnRH-Analoga während der Chemotherapie kann die Eierstöcke in einen "Ruhezustand" versetzen und sie so vor den schädlichen Einflüssen schützen.

03

Chirurgische Optionen

In besonderen Fällen kann eine chirurgische Versetzung der Eierstöcke (Ovarialtransposition) sinnvoll sein, um sie aus dem Bestrahlungsfeld zu entfernen.

03

Zahlen aus der Studie: Was die Forschung zeigt

Die Entscheidung zur Erhaltung

Eine Langzeitstudie mit fast 1.000 Patientinnen zeigt, wie sich Frauen nach einer Krebsdiagnose entscheiden. Die Mehrheit wählt aktiv den Weg der Fruchtbarkeit erhaltenung.

  • 64% entschieden sich für aktive Maßnahmen wie die Einfrieren.
  • 11% nutzten passive Schutzmaßnahmen.
  • 25% entschieden sich gegen jegliche Maßnahmen.
Abbildung 1
Quelle Sharon-Weiner M et al., Vortrag O-027, ESHRE 2025, Paris

Was die Auswertung zeigt

Von den Frauen, die nach der Krebserkrankung ihre eingefrorenen Eizellen oder Embryonen nutzten, wurde ein Teil schwanger. Eine belastbare Zahl mit Bezugsgröße nennt der Kongressbeitrag nicht, deshalb nennen wir hier keine.

Fertilitätserhalt ist damit für viele Frauen ein konkreter Weg zum eigenen Kind, auch nach einer Krebstherapie.

Abbildung 2
Quelle Sharon-Weiner M et al., Vortrag O-027, ESHRE 2025, Paris
04

Sonderfall Brustkrebs: Sicherheit durch Letrozol

Viele Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs fürchten, dass die zur Eizellgewinnung nötigen Hormone den Tumor „anfachen“ könnten. Diese Sorge ist verständlich. Nach den bisherigen Auswertungen zeigt sich kein erhöhtes Rückfallrisiko; endgültig bewiesen ist die Sicherheit nicht. Die Stimulation wird heute speziell angepasst: Das Medikament Letrozol, ein Aromatasehemmer, wird eingesetzt, um den Östrogenspiegel niedrig zu halten und das Tumorwachstum nicht zu fördern.

Die verfügbaren Daten sprechen dafür. Studien zeigten, dass sich weder wichtige Marker für die Zellteilung noch die molekularen Profile der Tumore durch die Stimulation negativ veränderten. Diese Fakten geben Ihnen und Ihrem Ärzteteam eine solide Grundlage für eine sichere Behandlung.

05

Fazit

Die Auswertung von Sharon-Weiner und Kollegen (ESHRE 2025) zeigt, dass Frauen nach einer Krebserkrankung mit eingefrorenen Eizellen oder Embryonen später Kinder bekommen können; die Zahlen stammen aus einem Kongressbeitrag und sind noch nicht in einer Fachzeitschrift erschienen. Das Wichtigste bleibt die frühzeitige Beratung vor Beginn der Krebstherapie, abgestimmt mit der Onkologie.

06

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich nach einer Krebstherapie überhaupt noch schwanger werden?

Ja, viele Frauen können auch nach einer Chemo- oder Strahlentherapie schwanger werden. Entscheidend ist, ob und wie die Fruchtbarkeit vor oder während der Behandlung geschützt wurde. Die moderne Reproduktionsmedizin bietet heute sichere und effektive Methoden zur Fruchtbarkeit erhaltenung, z. B. durch Einfrieren von Eizellen oder Eierstockgewebe.

Wann sollte ich mich über die Wege zur Fruchtbarkeit erhaltenung informieren?

Am besten so früh wie möglich, idealerweise direkt nach der Diagnose, bevor die Krebstherapie beginnt. Denn viele Maßnahmen (z. B. Einfrieren) sind nur vor Chemo- oder Strahlentherapie sinnvoll. Eine rasche Terminvergabe in spezialisierten Zentren ist in solchen Fällen möglich.

Welche Methode ist bei hormonabhängigem Brustkrebs sicher?

Bei hormonrezeptorpositivem Brustkrebs erfolgt die Eizellstimulation mit Letrozol, einem Aromatasehemmer. Dadurch bleibt der Östrogenspiegel niedrig, was das Tumorwachstum nicht fördert. Die bisherigen Auswertungen zeigen kein erhöhtes Rückfallrisiko; endgültig bewiesen ist die Sicherheit damit nicht.

Was kostet eine Fruchtbarkeit erhaltenung und wird sie übernommen?

Die Kosten variieren je nach Methode (z. B. Eizell-, Embryo- oder Gewebeeinlagerung) und Land. Was die Fruchtbarkeitserhaltung kostet und wer sie übernimmt, hängt vom Verfahren und vom Versicherungsträger ab. Eine allgemeine Regelung, nach der sie kostenlos wäre, gibt es nicht. Wir klären das vor der Behandlung mit Ihnen ab, damit Sie wissen, woran Sie sind.

Was passiert, wenn ich keine Maßnahme zur Erhaltung ergreifen konnte?

Auch dann gibt es noch Wege: Bei manchen Frauen erholt sich die Eierstockfunktion nach der Therapie wieder. Zudem bieten Kinderwunschzentren alternative Wege an, z. B. die Eizellspende. Eine individuelle Einschätzung durch ein erfahrenes Team ist hier besonders wichtig.

Zur Quelle dieses Artikels: Die hier genannten Ergebnisse wurden auf einem Fachkongress vorgestellt und sind noch nicht in einer Fachzeitschrift erschienen. Solche Ergebnisse sind vorläufig: Die Zahlen können sich bis zur endgültigen Veröffentlichung noch ändern. Wir berichten darüber, weil die Fragestellung für Sie wichtig sein kann, und sagen Ihnen dazu, wie belastbar der Stand ist.

Quellen zum Nachlesen
  1. 01M. Sharon-Weiner et al. Vortrag O-027, ESHRE Annual Meeting, Paris 2025.
Verfasst von Dr. Roman Pavlik, Facharzt für Gynäkologie und Reproduktionsmedizin — Stand: 14.09.2026
Ihr nächster Schritt

Wenn es schnell gehen muss

Zwischen Diagnose und Therapiebeginn bleibt oft wenig Zeit. Die Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels nimmt solche Termine vorgezogen an; melden Sie sich, sobald der Therapieplan feststeht, am besten mit dem Befund.

Sie sind unsicher, ob eine Kinderwunschklinik schon der richtige Schritt ist? Dann buchen Sie ein kostenloses Orientierungsgespräch: Wir rufen Sie an, ohne Verpflichtung, ohne Befunde. Lieber gleich sprechen? +43 7242 22 44 66.

Erstgespräch vereinbaren

Jetzt Termin vereinbaren!

Wenn Sie Fragen haben oder persönlich mit uns über Ihren Kinderwunsch sprechen möchten, sind wir jederzeit für Sie da. Dr. Pavlik und sein Team begleiten Sie liebevoll und fachkundig auf Ihrem Weg.

Erstgespräch
Dr. Roman Pavlik – Facharzt für Gynäkologie und Reproduktionsmedizin

Weitere News

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren.
menu-circlecross-circle linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram