
Was bedeutet Einnistung?
Bei der Einnistung verbindet sich ein Embryo mit der vorbereiteten Gebärmutterschleimhaut. Die Einnistung ist der biologische Schritt, durch den aus dem Embryo in der Gebärmutter eine Schwangerschaft entstehen kann.
.
Die Einnistung bezeichnet die Verbindung des Embryos mit der Gebärmutterschleimhaut, dem Endometrium.
Dafür müssen ein entwicklungsfähiger Embryo und eine aufnahmebereite Schleimhaut zusammenkommen. Der Vorgang beginnt erst, nachdem die Befruchtung stattgefunden und sich der Embryo weiterentwickelt hat. Das dauert seine Zeit: Die Einnistung beginnt meist etwa sechs bis sieben Tage nach der Befruchtung und erstreckt sich über mehrere Tage. Sie ist deshalb nicht dasselbe wie die Befruchtung.
Im natürlichen Zyklus erreicht der Embryo die Gebärmutter nach seinem Weg durch den Eileiter. Bei einer IVF oder ICSI bringt der Embryotransfer den Embryo in die Gebärmutter. Die eigentliche Einnistung kann der Transfer nicht ersetzen.
Als Einnistungsblutung bezeichnet man eine leichte Blutung um die Zeit der Einnistung, die oft als frühes Zeichen einer Schwangerschaft gedeutet wird.
Ob eine solche Blutung tatsächlich von der Einnistung kommt, ist nicht gesichert. In einer Studie führten Frauen mit Kinderwunsch täglich Tagebuch und gaben Urinproben ab, sodass sich der Tag der Einnistung bestimmen ließ. Blutungen in der frühen Schwangerschaft traten dort eher um den Zeitpunkt der erwarteten Regel auf, selten am Tag der Einnistung selbst [Harville 2003]. Einen Hinweis darauf, dass die Einnistung eine Blutung auslöst, fanden die Autoren nicht. Frühe Blutungen können auch bei einer Schwangerschaft auftreten, die sich weiterentwickelt. Aus der Blutung allein lässt sich der Verlauf aber nicht vorhersagen.
Nein, nicht zuverlässig. Farbe, Stärke und Dauer einer Blutung zeigen nicht sicher, ob eine Schwangerschaft entstanden ist. Auch eine leichte rosa oder bräunliche Blutung beweist keine Einnistung. Eine schwache Regel oder eine Zwischenblutung kann genauso aussehen.
Eine starke Blutung sollten Sie nicht als Einnistungsblutung einordnen. Lassen Sie stärkere Blutungen oder Blutungen mit Schmerzen zeitnah ärztlich abklären. Bei starken Schmerzen, ausgeprägtem Schwindel oder Ohnmacht rufen Sie sofort den Notruf 144.
Die meisten Frauen bemerken in der Zeit der Einnistung keine Blutung. Wer keine Blutung hat, kann trotzdem schwanger sein. Ebenso wenig gibt es einen verlässlichen Einnistungsschmerz: Ein leichtes Ziehen im Unterbauch kann viele Ursachen haben und kommt auch vor der Regel vor.
Ein Schwangerschaftstest ist sinnvoll, wenn die erwartete Regel ausbleibt. Der Test weist das Hormon hCG nach, das erst nach der Einnistung gebildet wird und dann ansteigt. Ein zu früher Test kann negativ sein, obwohl eine Schwangerschaft entstanden ist. Bleibt die Regel nach einem negativen Test weiter aus, wiederholen Sie den Test nach einigen Tagen oder lassen Sie das frauenärztlich abklären.
Nach einem Embryotransfer ist eine Blutung kein sicheres Zeichen, weder für eine Einnistung noch dafür, dass der Versuch vorbei ist. Schmierblutungen können in dieser Zeit auch von den Hormonen der Behandlung kommen. Bei einer leichten Schmierblutung nehmen Sie Ihre Medikamente unverändert weiter und setzen nichts eigenmächtig ab. Wird die Blutung stärker oder kommen Schmerzen dazu, rufen Sie uns an. Bei starken Schmerzen, ausgeprägtem Schwindel oder Ohnmacht rufen Sie sofort den Notruf 144. Während Ihrer Behandlung erreichen Sie uns rund um die Uhr unter +43 7242 22 44 66. Außerhalb der Öffnungszeiten bleiben Sie bitte etwas länger in der Leitung, dann sind wir auch nachts und am Wochenende für Sie da. Den Schwangerschaftstest machen Sie an dem Tag, den wir Ihnen im Behandlungsplan genannt haben.
Nach einem Embryotransfer folgt die Einnistung als eigener biologischer Vorgang.
Wir übertragen den ausgewählten Embryo in die Gebärmutter. Ob er sich anschließend mit der Schleimhaut verbindet, hängt vom Embryo und von den Bedingungen in der Gebärmutter ab. Ein korrekt ausgeführter Transfer ist daher keine Zusage, dass eine Schwangerschaft eintritt.
Der ausführliche Ablauf von der Eizellentnahme bis zum Schwangerschaftstest gehört zum IVF-Ratgeber. Fragen zur Auswahl und Entwicklung eines Embryos beantwortet die Seite zur Blastozystenkultur.
Beschwerden oder ihr Ausbleiben zeigen nicht zuverlässig, ob eine Einnistung stattgefunden hat.
Keine Symptome bedeuten nicht, dass keine Einnistung stattgefunden hat.
Manche Frauen bemerken leichte Krämpfe oder eine Schmierblutung. Solche Zeichen können ebenso von der Hormonbehandlung kommen. Andere Frauen spüren gar nichts. Aus beiden Situationen lässt sich kein sicheres Ergebnis ableiten.
Halten Sie sich an Ihren Medikamentenplan und an den vereinbarten Testtag. Sie müssen nicht jedes Ziehen oder jede Veränderung beobachten. Strenge Bettruhe nach dem Transfer ist nicht nötig. Welche Einschränkungen in Ihrer Situation sinnvoll sind, besprechen wir mit Ihnen.
Sie möchten den Ablauf nach einem Transfer nachlesen?
Zum IVF-AblaufDie passende Vertiefung richtet sich danach, ob Sie den IVF-Ablauf oder spezielle Fragen nach einem Kryotransfer suchen.
Die häufigsten Fragen betreffen den Unterschied zur Befruchtung und mögliche Zeichen nach einem Transfer.
Nein. Bei der Befruchtung verbinden sich Eizelle und Spermium. Bei der Einnistung verbindet sich der daraus entstandene Embryo später mit der Gebärmutterschleimhaut.
Die Einnistung beginnt meist etwa sechs bis sieben Tage nach der Befruchtung und erstreckt sich über mehrere Tage. Im natürlichen Zyklus liegt sie damit vor dem Zeitpunkt, an dem die nächste Regel zu erwarten wäre.
Die Einnistung lässt sich nicht zuverlässig spüren. Leichte Beschwerden können auftreten, können aber auch andere Ursachen haben. Das Ausbleiben von Beschwerden sagt ebenfalls nichts Sicheres aus.
Eine starke Blutung sollten Sie nicht als Einnistungsblutung einordnen. Lassen Sie sie zeitnah ärztlich abklären, besonders zusammen mit Schmerzen. Nach einem Embryotransfer nehmen Sie Ihre Medikamente weiter und rufen uns an. Bei starken Schmerzen, Schwindel oder Ohnmacht rufen Sie sofort den Notruf 144.
Nein. Beim Embryotransfer bringen wir den Embryo in die Gebärmutter. Die Verbindung mit der Schleimhaut geschieht danach als eigener biologischer Vorgang.

Im Erstgespräch besprechen wir Ihre Befunde und erklären, welche Schritte in Ihrer Situation sinnvoll sind.