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19. Oktober 2026

Eisenmangel und Kinderwunsch: Ferritin richtig deuten
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Eisenmangel und Kinderwunsch

Sollte ich meinen Eisenwert kennen, bevor ich eine Schwangerschaft plane?

Ja. Eisenmangel ist bei jungen Frauen häufig und fällt im Blutbild oft nicht auf. Deshalb bestimmen wir vor jeder Kinderwunschbehandlung den Ferritinwert, also den Eisenspeicher. Liegt er unter 30 ng/mL, spricht man nach den aktuellen Leitlinien von Eisenmangel, und den gleichen wir vor einer Schwangerschaft aus. Dass Eisen die Chance auf ein Kind erhöht, ist dagegen nicht belegt.

Gläsernes Vorratsglas, nur zu einem Drittel mit Glasperlen gefüllt, als Bild für den Eisenspeicher
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Ab welchem Ferritinwert liegt ein Eisenmangel vor?

Ein Eisenmangel liegt bei Frauen im gebärfähigen Alter und in der Schwangerschaft vor, wenn das Ferritin unter 30 ng/mL liegt. So sehen es die Empfehlungen des Weltverbands der Frauenärzte von 2025 [FIGO 2025]. Die neue Leitlinie der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie von 2026 setzt die Grenze bei 30 ng/mL einschließlich [ASH 2026].

Ferritin ist das Eiweiß, in dem der Körper Eisen speichert. Sein Wert im Blut zeigt, wie voll dieser Speicher ist. Die Einheit ng/mL entspricht µg/L; beide Angaben finden Sie auf Laborbefunden.

Abbildung 1 Gläsernes Blutröhrchen, gut gefüllt, neben einem gläsernen Vorratsglas, das nur zu einem Drittel mit Glasperlen gefüllt ist
Zwei verschiedene Fragen. Das Blutbild zeigt, ob genug roter Blutfarbstoff im Umlauf ist, links. Das Ferritin zeigt, wie viel Eisen im Vorrat liegt, rechts. Das Röhrchen kann voll sein, während der Vorrat schon knapp ist.

Die Grenze ist eine Orientierung. Bei starker Regelblutung kann nach der amerikanischen Leitlinie schon ein Wert bis 50 ng/mL auf einen Mangel hinweisen [ASH 2026]. Für alle Frauen mit Kinderwunsch gilt diese höhere Grenze nicht. Ein australischer Fachkonsens kommt ebenfalls auf 30 [HOW 2025].

Für die höhere Grenze gibt es auch einen körperlichen Grund. In einer Schweizer Auswertung bei jungen Frauen begann der rote Blutfarbstoff zu sinken, sobald das Ferritin unter etwa 30 ng/mL fiel [Herter-Aeberli 2025]. Der Speicher leert sich also, bevor das Blutbild auffällig wird.

Abbildung 2
30 50 spricht für Eisenmangel bei starker Blutung genauer beurteilen mit übrigen Befunden beurteilen 0 70 ng/mL Gilt ohne Entzündung. Bei erhöhtem Entzündungswert wird anders bewertet.
Unter 30 ng/mL spricht der Wert für einen Eisenmangel. Zwischen 30 und 50 ng/mL kommt es auf die Situation an, vor allem auf eine starke Regelblutung [ASH 2026]. Auch darüber zählt der Wert nur im Zusammenhang mit den übrigen Befunden.

Warum der Entzündungswert dazugehört

Ferritin kann bei Entzündungen ansteigen, auch bei einem harmlosen Infekt. Ein Wert, der normal aussieht, kann dann einen leeren Speicher verdecken. Deshalb bestimmen wir das CRP immer mit, einen Entzündungswert. Ist es erhöht, hilft die Transferrinsättigung weiter. Sie zeigt, wie viel Eisen gerade im Blut transportiert wird. Bei einer Entzündung spricht die amerikanische Leitlinie schon bei einem Ferritin unter 100 ng/mL oder einer Transferrinsättigung unter 20 Prozent von Eisenmangel [ASH 2026].

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Wie häufig Eisenmangel ist und wen er trifft

In einer Auswertung von 2.709 überwiegend jungen Frauen aus der Schweiz hatte etwa jede fünfte ein Ferritin unter 15 ng/mL. Bei der heutigen Grenze von 30 ng/mL war fast jede zweite betroffen [Herter-Aeberli 2025].

Die Stichprobe war nicht repräsentativ für alle Frauen in der Schweiz. Eine Blutarmut, also zu wenig roter Blutfarbstoff, war deutlich seltener als ein Eisenmangel. Ein unauffälliges Blutbild schließt einen Eisenmangel deshalb nicht aus.

Abbildung 3
Ferritin unter 30 ng/mL 46 von 100 Blutarmut (Blutbild auffällig) 5 von 100 2.709 überwiegend junge Frauen aus der Schweiz, nicht repräsentativ [Herter-Aeberli 2025]
Der Speicher wird knapp, lange bevor das Blutbild es zeigt. Fast jede zweite Frau hatte ein Ferritin unter 30, eine Blutarmut nur etwa jede zwanzigste.

Dasselbe zeigt sich in der Schwangerschaft. In einer dänischen Untersuchung hatten etwa zwei von fünf Schwangeren zur Mitte der Schwangerschaft einen sehr niedrigen Ferritinwert. Dabei war ihnen eine Eiseneinnahme empfohlen worden. Blutarm war davon kaum eine [Ibsen 2025].

Bei wem ein Mangel wahrscheinlicher ist

  1. 01Starke Regelblutung. Sie gehört zu den fünf Merkmalen eines Fragebogens, der bei 16- bis 19-jährigen Schülerinnen einen leeren Speicher vorhersagen sollte [Vinge 2026]. Bei erwachsenen Frauen mit Kinderwunsch ist er nicht geprüft. Das betrifft auch Frauen mit Endometriose oder Myomen, wenn diese mit starken Blutungen einhergehen.
  2. 02Vegetarische oder vegane Ernährung. Auch sie zählt zu diesen Merkmalen [Vinge 2026]. Größere Auswertungen dazu gibt es bisher vor allem bei Kindern.
  3. 03Absetzen der Pille. Hormonelle Verhütung macht die Blutung meist schwächer und geht mit besseren Eisenwerten einher [Caspersen 2021]. Nach dem Absetzen kann die Regelblutung wieder stärker werden und der Eisenverlust zunehmen.
  4. 04Kurzer Abstand zur letzten Geburt. Wurden Frauen innerhalb von sechs Monaten nach einer Geburt erneut schwanger, hatten in einer norwegischen Untersuchung 56 Prozent zur Mitte der nächsten Schwangerschaft ein Ferritin unter 15 ng/mL [Caspersen 2021].
  5. 05Operation am Magen zur Gewichtsabnahme. Eisen wird danach schlechter aufgenommen [FIGO 2025].

Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom, kurz PCOS, haben dagegen eher höhere Ferritinwerte. Das könnte unter anderem an selteneren Regelblutungen liegen [Virtanen 2025]. Ein Eisenpräparat ist auch bei ihnen nur sinnvoll, wenn ein Mangel gemessen wurde.

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Beeinflusst Eisen die Fruchtbarkeit?

Ob eine Eisenbehandlung die Chance auf ein Kind erhöht, ist bisher nicht ausreichend belegt. Es gibt einzelne Hinweise, aber keine Studie, aus der sich eine allgemeine Behandlungsempfehlung ableiten lässt.

Wir sagen das so deutlich, weil im Netz anderes zu lesen ist. Die meisten Hinweise stammen aus Beobachtungen. Solche Studien vergleichen Frauen, die sich auch sonst unterscheiden, etwa in Ernährung und Lebensstil. Ein Unterschied lässt sich dann nicht sicher dem Eisen zuschreiben.

Eisprung Nicht gesichert. Eine große amerikanische Beobachtung fand bei Frauen mit Eisenpräparaten seltener Unfruchtbarkeit durch ausbleibenden Eisprung [Chavarro 2006]. Andere Beobachtungsstudien untersuchten die Zeit bis zur Schwangerschaft [Hahn 2019] oder eine frühere Unfruchtbarkeit [Virtanen 2025]. Auch daraus ergibt sich kein einheitlicher Nachweis eines Nutzens.
Lebendgeburt Nicht belegt. Eine finnische Kinderwunschklinik zählte nach einer Eiseninfusion mehr Geburten als davor [Tulenheimo-Silfvast 2025]. Eine Vergleichsgruppe ohne Eisen fehlte. Das reicht für eine Aussage über die Wirkung nicht.
IVF Keine belastbare Grundlage. Eine kleine kontrollierte Studie aus dem Iran berichtete 2026 mehr positive Schwangerschaften unter Eisen [Hojjati 2026]. Was genau gezählt wurde, bleibt unklar, die Veröffentlichung enthält Unstimmigkeiten, und Lebendgeburten wurden nicht untersucht.

Für Sie heißt das: Wir gleichen einen Eisenmangel aus, damit Sie gut versorgt in eine Schwangerschaft gehen. Eine bessere Chance auf ein Kind versprechen wir damit nicht.

Eisen ist nicht der einzige Nährstoff, über den bei Kinderwunsch mehr behauptet als belegt wird.

Alle Nährstoffe einordnen
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Warum der Eisenwert in der Schwangerschaft zählt

In der Schwangerschaft zählt der Eisenwert, weil eine Blutarmut mit Frühgeburt und niedrigem Geburtsgewicht einhergeht. Nach der Geburt bluten Frauen mit Blutarmut zudem häufiger stark.

Wie schnell der Speicher in der Schwangerschaft schrumpft, zeigt die dänische Untersuchung aus Abschnitt 02. Trotz empfohlener Eiseneinnahme war er bei vielen Schwangeren zur Mitte der Schwangerschaft fast leer [Ibsen 2025]. Wer schon mit knappem Speicher beginnt, hat weniger Spielraum.

Große Auswertungen von Beobachtungsstudien zeigen: Schwangere mit Blutarmut bekamen häufiger ihr Kind zu früh, und ihre Kinder wogen bei der Geburt häufiger zu wenig [Jung 2019]. Nach der Geburt bluteten diese Frauen häufiger stark [Wang 2025]. Ob das am Eisenmangel selbst liegt oder an anderen Ursachen der Blutarmut, lässt sich aus solchen Daten nicht sicher trennen.

Was eine Eiseneinnahme in der Schwangerschaft bewirkt

Sie beugt der Blutarmut und dem Eisenmangel am Ende der Schwangerschaft vor. Das zeigt eine aktuelle systematische Auswertung von Vergleichsstudien [Finkelstein 2024]. Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht kamen darin wahrscheinlich etwas seltener zur Welt. Auf die Zahl der Frühgeburten hatte das Eisen wahrscheinlich kaum Einfluss.

Der Weltverband der Frauenärzte empfiehlt ein Blutbild zu Beginn der Schwangerschaft und nochmals in der 28. Woche [FIGO 2025]. Der australische Fachkonsens empfiehlt zusätzlich eine Ferritinmessung zu Beginn und in der 24. bis 28. Woche [HOW 2025]. Eine Eiseninfusion kommt in den ersten drei Monaten nicht infrage, weil Sicherheitsdaten dafür fehlen [FIGO 2025].

Mehr ist nicht besser

Ein zu hoher Blutfarbstoff in der Schwangerschaft ist ebenfalls ungünstig. Er geht mit Schwangerschaftsdiabetes und einem zu kleinen Kind einher [Young 2019]. Auch ein hohes Ferritin war in einer großen chinesischen Untersuchung häufiger mit Schwangerschaftsdiabetes verbunden [Mo 2024]. Diese Zusammenhänge beweisen nicht, dass Eisenpräparate die Ursache sind. Ob zusätzliches Eisen sinnvoll ist, richtet sich nach dem Befund. Auf Verdacht geben wir es nicht.

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Wie ein Eisenmangel behandelt wird

Ein Eisenmangel wird meist zuerst mit Eisen zum Einnehmen behandelt. Eine Einnahme jeden zweiten Tag verursacht seltener Magen-Darm-Beschwerden, bei gleicher Gesamtmenge füllt sich der Speicher ähnlich gut [von Siebenthal 2023].

Der Grund liegt in einem körpereigenen Hormon namens Hepcidin. Nach einer größeren Eisengabe steigt es an und bremst für etwa einen Tag die Aufnahme im Darm. Am Folgetag gelangt deshalb weniger Eisen ins Blut [Moretti 2015]. Mit einem Tag Pause dazwischen nimmt der Körper aus jeder Gabe mehr auf [Stoffel 2017].

Abbildung 4 Ein gläserner Tropfen, eine gläserne Kapsel und eine gläserne Sanduhr nebeneinander
Ursache, Einnahme, Geduld. Erst klären, woher der Mangel kommt, dann Eisen einnehmen und nach einigen Wochen im Labor nachsehen, ob sich der Speicher füllt.
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Die Ursache klären

Ein Mangel hat einen Grund, oft eine starke Regelblutung. Dann reicht es nicht immer, nur Eisen zu ersetzen. Die Blutung selbst gehört mit in die Abklärung.

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Menge und Rhythmus legen wir gemeinsam fest

Sie hängen vom Befund ab und davon, wie Sie das Präparat vertragen. Ändern Sie die vereinbarte Einnahme nicht selbst. Wenn Sie bereits ein Kombinationspräparat nehmen, bringen Sie die Packung bitte zum Termin mit.

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Den Erfolg im Labor prüfen

Ob der Speicher sich füllt, zeigt eine Kontrolle im Labor. Wann sie sinnvoll ist, hängt davon ab, ob nur der Speicher knapp ist oder schon eine Blutarmut vorliegt. Die Behandlung kann mehrere Monate dauern.

Ob eine Kinderwunschbehandlung wegen eines Eisenmangels warten muss, entscheiden wir im Einzelfall. Es kommt darauf an, ob eine Blutarmut vorliegt, ob Sie Beschwerden haben und welche Behandlung geplant ist.

Wann eine Infusion infrage kommt

Eine Eiseninfusion kommt infrage, wenn Eisen zum Einnehmen nicht vertragen wird oder nicht wirkt. Dasselbe gilt, wenn der Darm Eisen schlecht aufnimmt, etwa nach einer Magenoperation oder bei einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung [FIGO 2025; HOW 2025]. In der Schwangerschaft hebt eine Infusion die Werte stärker an als Tabletten, und es werden seltener Bluttransfusionen nötig [Sales 2026].

Eine Infusion hat eigene Nebenwirkungen. Nach dem häufig verwendeten Wirkstoff Eisencarboxymaltose sinkt bei vielen Frauen der Phosphatwert im Blut, manchmal über Wochen [Wolf 2020; Schaefer 2022]. Unter Eisenderisomaltose kam das in Vergleichsstudien deutlich seltener vor. Vor einer wiederholten Infusion lohnt deshalb ein Blick auf diesen Wert.

Eiseninfusionen geben wir in der Kinderwunschklinik derzeit nicht selbst. Ist eine nötig, überweisen wir Sie.

Und Vitamin C?

Oft wird empfohlen, Eisen zusammen mit Vitamin C zu nehmen, damit es besser aufgenommen wird. Die Datenlage dazu ist nach den Empfehlungen des Weltverbands der Frauenärzte widersprüchlich [FIGO 2025]. Eine zusätzliche Einnahme ist nicht grundsätzlich erforderlich.

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Häufige Fragen zu Eisenmangel

Ab welchem Ferritinwert habe ich einen Eisenmangel?

Bei Frauen mit Regelblutung und in der Schwangerschaft spricht man unter 30 ng/mL von einem Eisenmangel. Bei starker Regelblutung können auch Werte bis 50 ng/mL auf einen Mangel hinweisen. Das gilt, solange keine Entzündung vorliegt. Bei einer Entzündung ist das Ferritin oft falsch hoch, dann braucht es weitere Werte zur Beurteilung.

Mein Blutbild ist normal. Kann ich trotzdem einen Eisenmangel haben?

Ja. Das Blutbild verändert sich erst, wenn der Speicher schon weitgehend leer ist. Bei den meisten jungen Frauen mit Eisenmangel ist es noch unauffällig. Ferritin ist der wichtigste Laborwert zur Beurteilung der Eisenreserven.

Erhöht Eisen meine Chance, schwanger zu werden?

Das ist nicht ausreichend belegt. Einzelne Untersuchungen deuten in diese Richtung, darunter eine kleine IVF-Studie mit Unstimmigkeiten und ohne Daten zu Lebendgeburten. Andere Studien fanden keinen einheitlichen Zusammenhang. Wir gleichen einen Mangel aus, weil er für die Schwangerschaft zählt.

Soll ich bei Kinderwunsch vorsorglich Eisen nehmen?

Nein, nicht ohne gemessenen Wert. Bei gefülltem Speicher bringt zusätzliches Eisen keinen belegten Vorteil. Lassen Sie zuerst das Ferritin bestimmen.

Muss ich Eisen jeden Tag nehmen?

Nicht unbedingt. Nach einer Eisengabe drosselt der Körper für etwa einen Tag die Aufnahme. Jeden zweiten Tag eingenommen, verursacht Eisen in Vergleichsstudien seltener Magen-Darm-Beschwerden. Welcher Rhythmus für Sie passt, legen wir gemeinsam fest.

Muss meine Kinderwunschbehandlung wegen eines Eisenmangels warten?

Das entscheiden wir im Einzelfall. Ein niedriger Ferritinwert allein beantwortet die Frage nicht. Wichtig ist auch, ob eine Blutarmut vorliegt, ob Sie Beschwerden haben und welche Behandlung geplant ist.

Braucht mein Partner auch Eisen?

Ohne nachgewiesenen Mangel nicht. Dass Eisen die Spermienqualität verbessert, ist nicht belegt. Eine starke Eisenüberladung, etwa bei einer erblichen Speicherkrankheit, ist beim Mann mit Hormonstörungen und Unfruchtbarkeit verbunden.

Wo kann ich meinen Eisenwert bestimmen lassen?

Bei Ihrer Frauenärztin, Ihrem Hausarzt oder vor einer Behandlung bei uns in der Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels. Lassen Sie nach Möglichkeit den Entzündungswert CRP mitbestimmen, damit sich das Ferritin richtig einordnen lässt.

Quellen und genaue Zahlen zum Nachlesen
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  2. 02[FIGO 2025] Ubom AE, Begum F, Ramasauskaite D, et al. FIGO good practice recommendations on anemia in pregnancy. Int J Gynaecol Obstet. 2025;171(3):993–1007. Ferritin unter 30 µg/L diagnostisch für Eisenmangel (Eisenmangelanämie erst zusammen mit erniedrigtem Hb); Blutbild bei Erstvorstellung und in SSW 28; parenterales Eisen nicht im ersten Trimester (bedingte Empfehlung, niedrige Sicherheit); Vitamin C zur Resorption: widersprüchliche Evidenz. doi 10.1002/ijgo.70529
  3. 03[HOW 2025] Clarke L, Froessler B, Tang C, et al. Iron optimisation in pregnancy: a Haematology in Obstetric and Women's Health Collaborative consensus statement. Intern Med J. 2025;55(2):300–307. Ferritin-Messung bei Erstvorstellung und SSW 24 bis 28 (GRADE 1C); Eisenmangel unter 30 µg/L (1D); i.v. bei Unverträglichkeit, Therapieversagen oder im dritten Trimester (1B). doi 10.1111/imj.16602
  4. 04[Herter-Aeberli 2025] Herter-Aeberli I, Andersson M, Galetti V. Iron status in women of reproductive age in Switzerland. Eur J Clin Nutr. 2025;80(2):221–227. Gepoolte Gelegenheitsstichprobe aus 26 Studien, 2.709 gesunde Frauen, 18 bis 54 Jahre (Median 23): Ferritin unter 15 µg/L 18,9 %, unter 30 µg/L 45,8 %; Anämie 4,7 %, Eisenmangelanämie 3,3 %; Hämoglobin sinkt unterhalb Ferritin 28,5 µg/L. Heft 2026, online 2025. doi 10.1038/s41430-025-01685-z
  5. 05[Ibsen 2025] Ibsen CP, Scavenius C, Frederiksen KD, et al. Impact of second trimester iron deficiency on maternal and infant outcomes: a Danish cohort study. Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol. 2025;311:114004. 449 Schwangere, SSW 24 bis 28, trotz empfohlener Einnahme ab SSW 10: 40,5 % Ferritin unter 15 µg/L, davon 4,4 % anämisch. doi 10.1016/j.ejogrb.2025.114004
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Dr. med. Roman Pavlik, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Dr. med. Roman Pavlik Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinderwunschklinik Dr. Pavlik in Thalheim bei Wels (Oberösterreich) · zuletzt geprüft am 19.10.2026
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